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Ostholstein Visionen vom Burger Südstrand: Studenten stellen ihre Ideen vor
Lokales Ostholstein Visionen vom Burger Südstrand: Studenten stellen ihre Ideen vor
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21:22 24.09.2013
So könnte die Tiefehalbinsel aussehen. Jasmin Bosse, Anita Brzezinski und Beatrice Zeglara (v.l.) stellen ein Miniatur-Modell vor. Quelle: Fotos: M. Kirchner

Ob Segen oder Fluch, darüber übten die Studenten vornehme Zurückhaltung bei der Präsentation ihrer Visionen. Eines jedenfalls steht fest und war daher wichtiger Bestandteil der Aufgabenstellung: Um das in Beton gegossene Erbe des Architekten Arne Jacobsen in Form der drei Hoteltürme, der alten Schwimmhalle, des Haus des Kurgastes und der Apartments am Jachthafen kommt kein Planer am Burger Südstrand herum. „Einbindung der vorhandenen Architektur“ lautete daher auch eine der Forderungen an die Studenten der HafenCity Universität Hamburg, die unter dem Thema „Entwurf einer neuen Ferienanlage“ ihre Examensarbeiten abgeliefert haben. „Alle haben übrigens bestanden“, konnte ihr Dozent, Professor Dr. Bernd Kritzmann, den rund 150 interessierten Fehmaranern verkünden, die sich gestern im IFA-Feriencentrum eingefunden hatten, um die Ergebnisse zu sehen und zu hören.

Seitens der Arbeitsgemeinschaft ProFehmarn, die sich seit zwei Jahren um die Zukunft des Burger Südstrandes sorgt und gehörig aufs Gaspedal treten möchte, besonders was die Bebauung der ehemaligen Spielwiese angeht, betonte Antje Borgwardt: „Wir träumen von einem neuen Glanz der Goldenen Krone im blauen Meer, wie die Insel Fehmarn genannt wird“.

ProFehmarn ist auch der Motor, der die Verbindung zur HafenCity Universität hergestellt und das Interesse der angehenden Architekten und Ingenieure für eine Überplanung Burgtiefes geweckt hat.

Bereits im Oktober vorigen Jahres weilten Jasmin Bosse, Anita Brzezinski, Beatrice Zeglara, Linda Gleichmann, Katharina Hornkamp, Marieke Behne und Paul Krüger als einziger männlicher Teilnehmer mit ihren Dozenten am Südstrand, um sich ein Bild von den Gegebenheiten zu machen.

In einem Punkt stimmen alle jungen Planer überein: Um den Bau einer Seebrücke kommt die Stadt Fehmarn in Burgtiefe nicht herum, wenn das Bad attraktiv bleiben soll. Fast deckungsgleich die Vorschläge, die eine Hauptachse vom Binnensee über den jetzigen Hauptstrandeingang sehen, die mit der Seebrücke endet. Kleinteilige Bebauung auf der ehemaligen Spielwiese mit Apartments und einem Hotel, begrünte Dächer und ein wieder aufgeforstetes Wäldchen, das im Zuge des Abrisses der Sportpark-Brandruine verschwunden ist, schweben den Absolventen vor. Die Jachthafen- und die Strandpromenade sollen verbunden werden, schlägt Linda Gleichmann vor. Gleich mehrfach wurde die Einbindung der Burgruine Glambeck und ihre Umgestaltung als Freilichtbühne vorgeschlagen. Nach den Vorstellungen von Katharina Hornkamp und Marieke Behne sollen die Autos möglichst in Parkflächen unter der Erde verschwinden. Eine Saisonverlängerung durch Seminar- und Tagungsbereiche schwebt Paul Krüger vor.

Die Ausstellung der Pläne ist für jedermann noch bis zum 2. Oktober in der IFA zu sehen, danach will eine Expertenkommission machbare Lösungen erarbeiten.

„Die Krone im blauen Meer soll wieder neuen Glanz erhalten.“


Antje Borgwardt

Michael Kirchner

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