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Ostholstein Volkshochschule Süsel braucht frische Kräfte
Lokales Ostholstein Volkshochschule Süsel braucht frische Kräfte
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20:18 13.09.2013

Die ehrenamtlich geführte Volkshochschule (VHS) der Gemeinde Süsel sucht dringend personelle Verstärkung. Das gilt sowohl für den Beirat als auch für die Leitung, die bis Ende August aus einem Dreier-Gremium bestand. Jetzt ist davon nur noch Matthias Isecke-Vogelsang übrig, der sich im Schul- und Kulturausschuss am Donnerstag bereit erklärte, die alleinige Führung kommissarisch ein Dreivierteljahr zu übernehmen. Für das VHS-Jahr 2014/2015 machte er aber unmissverständlich klar: „Ich brauche Unterstützung. Als Einzelkämpfer stehe ich nicht zur Verfügung.“

Im Spätsommer 2008 war der Beirat für fünf Jahre gewählt worden. Von den damals acht Mitgliedern hatten zwischenzeitlich zwei ihre Tätigkeit vorzeitig beendet. Martina Oesinghaus und Brigitte Roßmann waren zum 1. März 2010 aus dem Beirat an die Seite von Matthias Isecke-Vogelsang gerückt, um den bis dahin alleinigen Leiter der VHS zu entlasten. Für die nächsten fünf Jahre hat bislang erst Marion Rumpel ihre Bereitschaft erklärt, im Beirat mitzuwirken. Hinzu kommen kraft ihres Amtes die Schulleiterin der Grundschule Süsel, Swantje Popp-Dreyer, und der Vorsitzende des Schul- und Kulturausschusses, Michael Woyna (CDU). „Wir erhoffen, nein, wir erwarten von den Fraktionen, dass sie mit auf die Suche gehen, um geeignete Personen für den Beirat zu gewinnen“, sagte Matthias Isecke-Vogelsang. Mehr Unterstützung von politischer Seite und ein deutliches Bekenntnis „die VHS ist hier gewollt“ hätten sich auch die ausgeschiedenen Damen gewünscht, benannte er auf Nachfrage Gründe für den Rückzug von Oesinghaus und Roßmann. Möglich sei auch, dass die Arbeit, die der VHS-Betrieb erfordere, unterschätzt werde, bemerkte er.

Der neue Beirat, für den bis zu acht Personen benannt werden können und der möglichst innerhalb von drei Monaten gefunden werden soll, müsse künftig mehr Verantwortung übernehmen. „Er soll neue Angebote und Dozenten suchen, sich auch um Zahlen kümmern: Wie sehen die Einnahmen und wie die Ausgaben aus; er soll prüfen: Wie kommen Kurse an oder wenn nicht, warum nicht“, zählte Isecke-Vogelsang auf. Es wäre bedauerlich, wenn sich nicht genügend Menschen fänden, die die Süseler VHS unterstützen würden, denn sie sei leistungsfähig, zugeschnitten auf die gemeindlichen Bedürfnisse, könne hohe Teilnehmerzahlen aufweisen, erreiche die überdurchschnittliche Kostendeckung von 81 Prozent und sei sogar zertifiziert. „Das sind von 100 kleinen ehrenamtlichen Volkshochschulen im Land nur 25!“

Das Szenario „wir können das Programm abwickeln, im kommenden Jahr mit Resten weitermachen oder ganz aufhören“ wollten sich die Gemeindevertreter lieber nicht ausmalen. „Wir werden über die Fraktionen an geeignete Personen herantreten“, sicherte Bürgermeister Holger Reinholdt (FWS) im Einvernehmen mit den anderen Parteien zu, „denn damit steht und fällt unsere Volkshochschule.“

ben

LN

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