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Ostholstein Vom Barfußpark zum Wikingerdorf
Lokales Ostholstein Vom Barfußpark zum Wikingerdorf
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20:38 23.10.2017
Natur mit anderen Sinnen erleben: Auf der Insel Fehmarn soll ein Barfußpark bei Neue Tiefe entstehen. Quelle: Fotos: Ln-Archiv

Grünes Licht im Bau- und Umweltausschuss Fehmarn: Für vier ganz neue Vorhaben wurde jeweils einstimmig der Aufstellungsbeschluss gefasst. Die meisten waren schon vorher im Rahmen des „Beherbergungskonzeptes“ kritisch geprüft worden. Das soll sicherstellen, dass bei einer Erweiterung bestehender oder Ausweisung neuer Ferienhöfe auf der Insel touristische Qualitätsmaßstäbe gesetzt werden und die Projekte nicht ausufern.

Stillstand herrscht weiter beim 180 Millionen Euro teuren holländischen Resort-Projekt am Burger Südstrand. Dagegen reifen in den Dörfern Fehmarns vom Barfußpark bis zum Wikingerdorf ganz neue touristische Ideen. Die LN geben einen Überblick über die aktuellen Pläne.

Vier Projekte in der Planung

• Erstens: In Neue Tiefe soll – hier aber ohne Anbindung an einen Ferienhof – ein „Barfußpark“ entstehen. Die überwiegend naturnah gestaltete Fläche liegt östlich der Strandallee und südlich der Verbindungsstraße nach Sahrensdorf. Ziel des Parks ist es, die Natur mit anderen Sinnen als nur dem Auge erlebbar zu machen. Dafür werden Pfade mit Torf oder Steinen angelegt, die barfuß

erkundet werden können. Der Besucher soll auf einem Parcours durch den Park gelenkt werden. Geplant sind außerdem ein Shop und ein Imbiss.

• Zweitens: Am östlichen Ortsrand von Gammendorf sind im neuen B-Plan 151 westlich der Kreisstraße 63 günstige Bauplätze für Einheimische, ein Lückenschluss für den Radweg und ein „Wikingerdorf“ geplant. Angedacht sind acht bis zehn Einzelhäuser im nordischen Stil, die sich um ein zentral gelegenes „Langhaus“ gruppieren. Bei der Gestaltung sollen Elemente wie Holzhäuser, Grasdächer oder Feldsteine vorherrschen. Der landwirtschaftliche Betrieb bietet Alpaka-Tierhaltung mit therapeutischem sowie Obst- und Gemüseanbau mit pädagogischem Ansatz an.

• Drittens: Der „Osterhof“ am Ortseingang von Dänschendorf an der K 63 plant nach einem umfangreichen Rück-, Um- und Neubau 16 Wohneinheiten mit 56 Betten (bisher zwölf Wohneinheiten mit 49 Betten). Das künftige Konzept wird vollständig auf die Themen „Wellness“ und „naturverbundene Erholungs- und Erlebnisqualität“ ausgerichtet. Auf dem Erholungs- und Wellnesshof entstehen dafür Gruppen- und Seminarräume. Im Angebot sind ayurvedische Kochkurse mit regionalen und hofeigenen Produkten.

• Viertens: In Katharinenhof soll ein bestehender Beherbergungsbetrieb um weitere touristische Wohneinheiten erweitert werden. Der Ferienhof „Augustenhöhe“ hat sich bereits durch sein „Allee-Café“ zu einem überregional beliebtem Ausflugsziel entwickelt. Geplant sind im B-Plan 154 acht Ferienhäuser mit bis zu sechs Betten. Ein wesentlicher Pluspunkt für die Kommunalpolitik: Durch das ganzjährig betriebene Café- und Bistroangebot sowie einen eigenen Fahrradverleih ist der Betrieb ein Anlaufpunkt nicht nur für die eigenen Hofgäste.

Von Gerd-J. Schwennsen

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