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Ostholstein Vom Baum zum Brett zum Stuhl: Durchblick für forstliche Laien
Lokales Ostholstein Vom Baum zum Brett zum Stuhl: Durchblick für forstliche Laien
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19:12 30.06.2016
Der Pfad ist selbsterklärend, aber Alexander Decius steht auch für Führungen zur Verfügung. Quelle: Astrid Jabs

Zwischen Bebensundbrücke und historischer Badeanstalt gibt es ab sofort quasi im Vorbeigehen Interessantes über Wald und Forstwirtschaft zu lernen. Zehn Informationstafeln erklären den Weg „Vom Baum zum Brett – Vom Brett zum Stuhl“. Auf einem in dieser Form in Schleswig-Holstein einmaligen Erlebnispfad soll so ein Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Ernte, Verarbeitung und Nutzung von Holz geschaffen werden. „Wir können hier Naturschutz, Erholung und Holzproduktion auf einer Fläche für den forstlichen Laien verständlich darstellen“, erläuterte Alexander Decius, Revierförster „Wüstenfelde“, anlässlich der gestrigen Eröffnung.

„Dies ist ein schönes Beispiel dafür, wie wir hier in Eutin arbeiten.“LGS-Geschäftsführer Martin Klehs

Neben einem allgemeinen Überblick zu den Schleswig-Holsteinischen Landesforsten, zu Waldbau, Forsttechnik und Naturschutz illustrieren die Grafiken konkrete Beispiele für die Holznutzung. Zu erfahren ist, wie aus Buchen-Schälfurnier Eisstiele werden, was Formholzmöbel ausmacht und wie OSB-Platten oder Laminat gefertigt werden. Dazu nämlich wird das Holz der Försterei in regionalen Betrieben verarbeitet. Ergänzend liefern Steckbriefe alle Daten zu neun auf der Fläche neu gepflanzten Waldbaumarten. Alle Tafeln sprechen für sich selbst. Wer zusätzlich eine Führung buchen möchte, findet in Förster Decius den richtigen Ansprechpartner.

Die ersten, die sich in seiner Begleitung auf den lehrreichen Rundweg begaben, waren Teilnehmer eines Seminras der Gustav-Heinemann-Bildungsstätte in Malente. Im Rahmen des Seminars „Die Umwelt schützen, den Menschen nützen“ unter Leitung von Wolfgang Schulze befasst sich die Gruppe mit dem Thema Nachhaltigkeit. Das war auch ein Schlüsselbegriff in Martin Klehs' Grußwort: „Dies ist ein schönes Beispiel dafür, wie wir hier in Eutin arbeiten“, sagte der LGS-Geschäftsführer. Der Erlebnispfad schließt unmittelbar an das Ausstellungsgelände an und soll dort auch ausgeschildert werden.

Klehs: „Wir wollen zeigen, es lohnt sich auch 2017 und darüber hinaus herzukommen, die Natur zu genießen, Kleingolf zu spielen.“

Produziert wurden die hölzernen Rahmen samt schützendem Dach für die Tafeln von Mitarbeitern der Försterei aus Eichenkernholz aus eigenem Anbau. Drei Wochen haben Forstwirt Andreas Finck und seine Kollegen neben ihren anderen Aufgaben daran geschreinert. Für das gelungene Ergebnis gab es Lob vom Revierförster: „Ich musste nur sagen, was ich mir wünsche, dann wurde das noch besser als gedacht geliefert“, berichtete Decius. Wer also das nächste Mal den Weg durch den Seeschaarwald nimmt, sollte die Augen offenhalten: Am Wegesrand gibt es viel zu erfahren.

Astrid Jabs

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