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Ostholstein Von Bosaus Buckelpisten bis zum Breitbandausbau
Lokales Ostholstein Von Bosaus Buckelpisten bis zum Breitbandausbau
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20:30 08.09.2016
CDU-Tour im Wahlkreis Plön-Ostholstein: Daniel Günther und Tim Brockmann trafen sich in der Galerie „Im Dorf“ in Bosau mit (von links) Eberhard Rauch, Thomas Ehlers, Herlich Marie Todsen-Reese und Alfred Jeske. Quelle: S. Latzel

Ein wenig „Rücken“ habe er schon, merkte Daniel Günther scherzhaft an – der CDU-Fraktionschef im schleswig-holsteinischen Landtag hatte soeben die L 176 im Bereich der Abfahrt Hutzfeld/Eutin kennengelernt. Deren Zustand sorgte beim Besuch Günthers, der mit dem CDU-Direktkandidaten Tim Brockmann gestern dessen Wahlkreis Plön-Ostholstein bereiste, allerdings nicht für Heiterkeit. „Seit die Straße saniert wurde, ist sie noch schlechter befahrbar“, erklärten örtliche CDU-Vertreter beim Treffen in der Bosauer Galerie „Im Dorf“.

„Diese

Flickschusterei bringt nichts.“ Eberhard Rauch (CDU)

„Die Straßen müssen grundlegend in Angriff genommen werden, diese Flickschusterei bringt nichts“, meinte der Gemeindevertreter Eberhard Rauch und gab Günther damit das Stichwort für die CDU-Forderung, die Investitionsquote für die Sanierung der Straßen zu erhöhen. „Wenn weiter nach dem Straßenzustandsbericht vorgegangen wird, wird es nichts“, erklärte Günther mit Blick auf die L

176, die nach diesem Bericht nicht den Voraussetzungen für die „Kategorie I“ genügt und deshalb nicht erneuert wird. Von den für 2017 erwarteten Mehreinnahmen des Landes in Milliardenhöhe müsse auf jeden Fall ein Teil in die Straßen gesteckt werden, betonte Günther.

Außerdem verwies Günther auf die Klage der Opposition gegen den Kommunalen Finanzausgleich.

„Die Summe, die für die Kommunen bleibt, ist viel zu klein.“ Die Kita-Kosten müssten anders verteilt werden. „Früher zahlten Land, Kommune und Eltern je ein Drittel. Jetzt zahlen die Kommunen die Hälfte, das ist eine dramatische Verschiebung“, so Günther. „Genau diese Themen belasten die Gemeindevertretungen“, ergänzte Brockmann: „Wegen der Kosten für den Straßenbau und für die Kitas ist vieles Andere nicht mehr möglich.“ Der fehlende Gestaltungsspielraum frustriere die Kommunalpolitiker, „die Motivation geht verloren“.

Dass finanzielle Zugeständnisse aus der Opposition heraus leicht fallen, zeigte sich dann auch im weiteren Verlauf des Treffens. Bürgervorsteher Alfred Jeske berichtete von sechs Wohnungen, die für Flüchtlinge angemietet worden seien und bislang leer stünden. „Wir müssen diesen Wohnraum vorhalten und werden mit den Kosten allein gelassen“, monierte er. Das Land müsse das Geld vom Bund an die Kommunen weitergeben, meinte Günther dazu. Abschließend lobte er den Einsatz der Gemeinden für den Ausbau des Breitbandnetzes vor Ort: „Das ist eine kommunale Erfolgsgeschichte.“ Und eine Erfolgsgeschichte ist wohl auch das Ziel, das dann von Bosau aus angesteuert wurde: der zum „Kultur- und Erlebniszentrum“ ausgebaute Hof Viehbrook in Rendswühren (Kreis Plön). Dorthin ging es übrigens über die L 69, was vielleicht etwas rückenfreundlicher war.

latz

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