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Ostholstein „Von Politikverdrossenheit keine Spur“
Lokales Ostholstein „Von Politikverdrossenheit keine Spur“
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21:29 08.02.2018
Jugendberater Andreas Adler (l.) mit KiJuPa-Präsident Niko Radomirovic am Vorzeigeobjekt „Skaterpark“. Quelle: Foto: Billhardt
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Neustadt

„Ich habe mich mit meinen gleichaltrigen Parlamentskollegen über die Kandidaten zur Bürgermeisterwahl ausgetauscht. Noch haben wir keine Wahl getroffen“, erzählt der 18-jährige Niko. Er sei sehr stolz gewesen, die Wahlbenachrichtigung erhalten zu haben. Es sei ein besonderer Moment, da müsse man auch genau überlegen, wen man wähle, und sich vorher ein Bild von den drei Bewerbern machen.

Auf der Sitzung des Kinder- und Jugendparlaments (KiJuPa) bekamen die Mitglieder Besuch von Bürgermeister-Kandidatin Verena Jeske. „Sie hat sich vorgestellt und von unserem neuesten Projekt erfahren“, erzählt Niko Radomirovic. Dabei ging es um neue Schilder für die Spielplätze mit einem QR-Code für Smartphones, über den die Bürger Wünsche, aber auch Gefahrenstellen an den Jugendberater Andreas Adler schicken können.

Mit Kandidat Mirko Spiekermann habe er lange telefoniert. „Er konnte zwar nicht zur Versammlung kommen, aber hat sich für unsere Arbeit und Rahmenbedingungen interessiert“, erzählt der KiJuPa-Präsident. Mit Dr. Hans Marenbach habe er noch keinen Kontakt gehabt. „Es ist schade, dass er sich bei uns noch nicht gemeldet hat. Aber wir laden ihn – und die beiden anderen – jederzeit ein, sich mit uns zusammenzusetzen.“

Seit 1997 leiste das Kinder- und Jugendparlament durchgängig und kontinuierlich gute Arbeit für die Jugend in Neustadt, betont Jugendberater Andreas Adler. Die Wahlen, und das sei sicher auch bei der nächsten im Mai so, hätten immer eine hohe Wahlbeteiligung. „Und wenn ich den großen Zuspruch am Montag bei dem Bürgermeisterforum sehe, muss ich sagen: Von Politikverdrossenheit ist in Neustadt keine Spur“, stellt Adler fest.

Der Jugendberater hebt die gute Zusammenarbeit mit dem Gemeinwesen, den Stadtvertretern und der Stadtverwaltung hervor: „Das ist ein ganz großes Plus.“ So habe man vor einem Jahr auch den Skaterpark realisieren können. „Das war unser ganz großes Projekt“, ergänzt Niko Radomirovic. Nach drei Legislaturperioden (sechs Jahre), davon vier als KiJuPa-Präsident, scheidet er aus Altersgründen aus. „Wir werden aber dem neuen Parlament gerne Starthilfe geben.“

Das Gremium hat es dann mit einem neuen Bürgermeister oder einer neuen Bürgermeisterin zu tun und hofft auf konstruktive Zusammenarbeit. Zum Beispiel bei einem großen Zukunftsprojekt, auch für die Jugend Neustadts: die Hafenwestseite. „Das ist sicherlich nicht in sechs Jahren realisierbar“, sagt Niko Radomirovic. „Aber wir brauchen einen zentralen Hotspot für Jung und Alt.“ Man könne sich in Neustadt glücklich schätzen: Die Stadt habe weniger Leerstand als andere Orte und es gebe gute Einkaufsmöglichkeiten. Doch es fehle an Alternativen, um sich zu treffen und Spaß zu haben.

Mitmachen beim KiJuPa

Die nächste Sitzung des Neustädter Kinder- und Jugendparlaments, bestehend aus 14 Parlamentariern, ist am 8. März um 16 Uhr im Jugendtreff. Die Wahl zum neuen Kinder- und Jugendparlament findet am 28. und 29. Mai statt. Kandidaten zwischen zehn und 17 Jahren können sich vom 27. Februar bis 21. April aufstellen lassen.

Kontakt: www.neustadt-jugend.de

Markus Billhardt

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