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Ostholstein Von Verwandten und Verbrechen
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20:18 08.03.2016
Ein gutes Team: Die einen wirken auf der Bühne mit, die anderen hinter den Kulissen. Quelle: Fotos: Binder

Ein Telefonat mit der Polizei kann einen schon aus dem Konzept bringen. Selbst wenn es nur vorgetäuscht ist. Schauspieler Lars Schröder zumindest ist bei der entsprechenden Szene kurzzeitig genauso durcheinander wie die fiktive Figur, die er zum Leben erweckt. Als diese Verwirrung auf der Bühne kurz darauf angesprochen wird, könnten zur allgemeinen Erheiterung deshalb beide gemeint sein: der Darsteller und auch seine Rolle namens Anton Kopp.

Ein Telefonat mit der Polizei kann einen schon aus dem Konzept bringen. Selbst wenn es nur vorgetäuscht ist.

Letzterer ist der Protagonist im neuen Stück der plattdeutschen Theatergruppe „De lustigen Wagrier“, das Ende März Premiere hat: „Mien Fro, mien Hobby un Ik“. Die Komödie in drei Akten von Betti und Karl-Heinz Lind erzählt davon, wie Kopp sich auf sein bevorstehendes Rentner-Dasein vorbereitet. Doch nicht nur hat Ehefrau Helga (Claudia Weidemann) völlig andere Vorstellungen vom künftigen Alltag ihres Gatten als er selbst — obendrein wird ihm durch ein rätselhaftes Verbrechen auch noch seine neue Lieblingsbeschäftigung genommen. . .

Das Werk sei „wie gemacht“ für das Ensemble, stellt Spielleiterin Gabi Böhm — die auch selbst mit auf der Bühne steht — erfreut fest. Vor etwa fünf Monaten haben die Hobby-Theatermacher die Proben aufgenommen — und von Anfang an sei offensichtlich gewesen, dass die einzelnen Rollen genau auf die jeweiligen Schauspieler zugeschnitten seien.

Schon in der vergangenen Saison hätte Böhm das Stück gerne auf die Bühne gebracht, wie sie verrät. Mit fünf Darstellern war das Ensemble damals aber zu klein. Auch deshalb ist die Freude über das aktuelle Projekt so groß: Es in Angriff zu nehmen, war möglich, weil die Gruppe um zwei Mitglieder gewachsen ist.

Die Neuzugänge seien wunderbare Beispiele dafür, dass Plattdeutsch-Vorkenntnisse tatsächlich keine Voraussetzung seien, um mitzumachen, betont Böhm. Beide hätten sich die Sprache erst während der Proben angeeignet — und seien mittlerweile „schon total gut drin“.

Auf der Bühne in der Oldenburger Wagrienschule wird der Beweis für diese Worte geliefert. Anton Kopps Ehefrau und Tochter Sophie alias Jasmin Weidemann gehen die niederdeutschen Sätze völlig problemlos über die Lippen. Der Anruf bei der Polizei hat inzwischen auch Kommissar Brahms (Günter Klüver) und seinen Assistenten Harry Hirsch (Harald Dibbert) auf den Plan gerufen. Die Ermittler haben zunächst einige Mühe, den kuriosen Fall zu entwirren. Dafür wartet die ein oder andere Liebesgeschichte. . .

„Wir sind schon richtig gut davor“, lautet nach der Probe das zufriedene Fazit von Gabi Böhm. Es gehe im Prinzip nur noch um den Feinschliff. „Wenn man Spaß hat, lernt man schneller“ — diese Feststellung der Spielleiterin trifft offensichtlich nicht nur zu, wenn es ums Thema Plattdeutsch geht. Und dass alle Spaß haben, ist unverkennbar.

Hier gibt‘s Karten

Aufführungen sind am 30. und 31. März sowie am 1., 4. und 5. April um 20 Uhr sowie am 2. und 3. April um 16 Uhr in der Aula der Oldenburger Wagrienschule. Karten gibt es für sieben Euro bei Tabakwaren Krause und Asmußen Optik in Oldenburg oder bei der Firma Dose in Hansühn.

Von Jennifer Binder

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