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Ostholstein Von der Schönheit und Endlichkeit des Lebens
Lokales Ostholstein Von der Schönheit und Endlichkeit des Lebens
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20:27 18.04.2017

Kann man ein Buch über Sterbebegleitung schreiben, das weder rührselig noch todtraurig ist? Susann Pásztor kann es. Ihr dritter Roman „Und dann steht einer auf und öffnet das Fenster“ erzählt mit viel Humor von der Schönheit und der Endlichkeit des Lebens. Die Autorin kommt am 24. April nach Neustadt.

Der Termin

Susann Pásztor liest am Montag, 24. April, ab 20 Uhr im „Buchstabe“ (Hochtorstr. 2) in Neustadt aus.

Susann Pásztor weiß, worüber sie schreibt. Die Schriftstellerin, die auch als Übersetzerin arbeitet, ist seit Jahren ehrenamtliche Sterbebegleiterin. Die eigene intensive Hospizausbildung dürfte sie zumindest zu einem ihrer drei Protagonisten inspiriert haben. Fred, alleinerziehender Vater und übergewichtig, will seinem Leben mehr Sinn geben und lässt sich zum Sterbegleiter ausbilden.

Sein erster Einsatz führt ihn zu Karla, einer austherapierten Krebskranken. Die starke Frau, die so selbstbestimmt sterben will wie sie gelebt hat, und der beflissene Langweiler kommen aus zwei Welten. Fred droht zu scheitern. Zugang zu Karla findet sein Sohn Phil. Der zu klein geratene 13-Jährige übernimmt die Aufgabe, Karlas umfangreiches Fotoarchiv zu scannen. Im Umgang mit der 60-Jährigen gewinnt Phil Selbstvertrauen. Und unterstützt vom schrägen Hausmeister und einer schönen Studentin kommen sich Vater und Sohn näher und schaffen es, die Sterbende würdig zu begleiten.

Susann Pásztor erzählt die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven der drei Protagonisten. Wenn dann das Fenster geöffnet ist und die Seele rausfliegen kann, verspürt man große Lust aufs Leben und vielleicht auch den Wunsch, wieder die Musik der „Grateful Dead“ zu hören, die in diesem Roman auch eine Rolle spielen.

bl

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