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Ostholstein Vorne scharf: Könner an der Kamera
Lokales Ostholstein Vorne scharf: Könner an der Kamera
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22:43 18.04.2016
Während ein Teil der Gruppe versucht, die Aufgaben der Seminarleiterin umzusetzen — hier Vordergrund scharf, Hintergrund aber noch erkennbar — fachsimpeln die anderen. Quelle: Fotos: Martina Janke-Hansen/susanne Peyronnet (2)
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Eutin/Lübeck

Es sind die fünf Gewinner des LN-Fotowettbewerbes zur Lichterstadt Eutin, die uns mit ihren Fotos von den beleuchteten Gebäuden und dem Schloss besonders überzeugt haben.

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Workshop als Preis für die Gewinner des LN-Fotowettbewerbs / Wertvolle Tipps für noch bessere Bilder.

Torsten Isemann aus Ahrensbök, Katja Schlegel aus Lübeck, Marlies Klies aus Pönitz am See, Johannes Pyttlik aus Fargemiel (Gemeinde Heringsdorf) und Kirsten Kröger aus Techau sind alles andere als blutige Anfänger an der Kamera. Katja Schlegel etwa fotografiert nicht nur sowohl digital als auch analog, sondern hat sogar eine eigene Dunkelkammer. „Ich mag es gerne dramatisch und schwarzweiß“, sagt sie. „Ich fotografiere alles, aber ungern Personen“, bekannte Johannes Pyttlik. Und Torsten Isemann gab zu: „Ich habe Probleme, wenn das Wetter nicht gut ist.“

Christine Rudolf hatte für jeden hilfreiche Hinweise. Anschaulich und an vielen Beispielen erklärte sie, welchen Einfluss Zeit, Blende, Weißabgleich und Brennweite auf Fotos und ihren Charakter haben. Ihr wichtigster Tipp: Zeit lassen. „Man sieht einem Bild nicht an, wie schnell es gemacht wurde. Bildern wird heute zu wenig Zeit gegeben.“ Die unschöne Folge von zu wenig Überlegung: „Auf den meisten Bildern ist noch zu viel drauf.“ Wer wisse, was er mit seinem Foto ausdrücken wolle, könne das, was zu sehen ist, so weit reduzieren, dass die Kernaussage zum Vorschein komme. „Das heißt:

nicht einfach losknipsen, sondern sich vorher überlegen, was man will“, sagte Marlies Klies. Das, so Christine Rudolf, sei die Zusammenfassung des Tages.

Wie von Johannes Pyttlik gewünscht, gab es noch einen kleinen Exkurs in die Porträtfotografie. Dabei plauderte Christine Rudolf etwas aus ihrem Berufsalltag als Fotografin. „Meistens ist man Animateur, manchmal auch Dompteur.“ Vor allem sei es wichtig, die typischen Gesten des Modells zu erkennen und dafür zu sorgen, dass der Mensch vor der Kamera locker und entspannt sei. Das lässt sich schon erreichen, wenn er statt auf den Fersen auf den Ballen steht, selbst wenn die Beine gar nicht auf dem Bild zu sehen sind.

Noch mehr Seminare

Die LN-Akademie bietet mehrere Seminare zum Thema Fotografie an. Die Fotografin und Fotomeisterin Christine Rudolf vermittelt die Kenntnisse entweder theoretisch oder praktisch.

Grundlagen der Digitalfotografie I und II vermittelt heißen die theoretischen Seminare am 25. September und am 5. November.

Richtig gute Fotos sollen bei einem Praxisnachmittag mit Christine Rudolf am 8. Oktober entstehen.

Zur blauen Stunde geht es am 22. April und am 14. Oktober.

• Weitere Informationen unter www.ln-akademie.de/akademie/digitalfotografie.

Von Susanne Peyronnet

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