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Ostholstein Vortragsabend über Herzschwäche
Lokales Ostholstein Vortragsabend über Herzschwäche
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23:53 08.11.2013
Prof. Eike Hoberg und Dr. Friedrich Schroeder beim individuellen Sportprogramm der Patienten. Quelle: noh
Malente

An den Herzwochen der Deutschen Herzstiftung beteiligen sich auch in diesem Jahr die Mühlenbergklinik in Malente und die Sana-Klinik in Eutin. Noch bis 30. November können sich Patienten, Angehörige und Interessierte bundesweit in Vorträgen über die Ursachen, Gefahren und Therapieansätze bei Herzschwäche informieren und so möglichen Gefahren vorbeugen.

Die Mühlenbergklinik und die Sana-Klinik bieten am Montag, 11. November, um 18 Uhr in der Mehrzweckhalle der Mühlenbergklinik einen Vortragsabend zur Herzmuskelschwäche an. Dr. Jens Riedel, Oberarzt der Kardiologie der Sana-Klinik, wird sich mit der Behandlung im Krankenhaus beschäftigen. Der niedergelassene Kardiologe Dr. Frank Winkler spricht über die Alltagsaspekte und die ambulante Behandlung der Krankheit. Dr. Friedrich Schroeder, leitender Arzt der Abteilung Innere Medizin der Mühlenbergklinik, referiert über Bewegung, Training und Ernährung bei Herzschwäche. Weiterhin wird Peter Plantikow, der Regionalvertreter der Deutschen Herzstiftung, mit Informationsmaterial vor Ort sein.

Herzmuskelschwäche ist deutschlandweit der häufigste Anlass für eine stationäre Einweisung. Dass die Herzschwäche einen lebensbedrohlichen Verlauf nimmt, ist vermeidbar, so die Deutsche Herzstiftung. Sowohl eine überdosierte Einnahme von Medikamenten als auch Lungenentzündungen, Blutdruckerhöhung und Ernährungsfehler wie eine übermäßige Zufuhr von Salz oder Flüssigkeit (mehr als zwei Liter pro Tag) leisten einer Herzschwäche Vorschub. Doch die Signale können Betroffene meist frühzeitig erkennen und so rechtzeitig eine entsprechende Therapie anfangen. Wassereinlagerungen an Knöcheln, Unterschenkeln oder im Bauchraum, Kurzatmigkeit und eine plötzliche Gewichtszunahme deuten auf eine Herzschwäche hin. Mithilfe der Aufzeichnung von Körpergewicht, Puls und Blutdruck in einem Tagebuch können Krankenhausaufenthalte vermieden werden. Ein entsprechendes Herztagebuch ist bei der Deutschen Herzstiftung erhältlich. Es kann unter www.herzstiftung.de/Herztagebuch.html heruntergeladen werden.

Laut Prof. Eike Hoberg, ärztlicher Direktor der Mühlenbergklinik, gibt es seit etwa drei bis vier Jahren neue Ansätze, was die Therapiemöglichkeiten der Herzschwäche betrifft. Ein individuell angepasster Ausdauersport, neue Medikamente und spezielle Herzschrittmacher verbesserten die Lebenserwartung der Patienten, so dass in vielen Fälle sogar von einer gegebenenfalls erforderlichen Herztransplantation abgesehen werden könne. „Vor allem der individuelle Sport hat für den Krankheitsverlauf denselben Einfluss wie eine Medikamentenbehandlung“, so Hoberg, „da die Muskelkraft des Körpers gestärkt werden muss, um das Herz zu entlasten.“

Weitere Informationen zur Herzstiftung

Nora Sophie Höpfner

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