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Ostholstein WVE-Mitglieder einstimmig für den Verkauf der Eutiner Festspiele
Lokales Ostholstein WVE-Mitglieder einstimmig für den Verkauf der Eutiner Festspiele
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13:48 20.07.2016

Wie nicht anders zu erwarten, fiel die Entscheidung einstimmig: Die Wirtschaftsvereinigung Eutin (WVE) als alleiniger Gesellschafter der Neuen Eutiner Festspiele verkauft diese an drei neue Gesellschafter. Das beschlossen am Dienstagabend auf einer außerordentlichen Versammlung 27 anwesende Mitglieder. Der Vertrag mit der Cautus-Vermögensverwaltungsgesellschaft, der bereits die Opernscheune gehört, Arend Knoop (Festspiel-Beirat, Technischer Direktor der Festspiele und WVE-Vorstandsmitglied) sowie Joachim Scheele (Festspiel-Beirat) solle am morgigen Freitag unterzeichnet werden, sagte WVE-Chef Klaus Hoth.

Es sei so, als ob man ein liebgewonnenes Kind verkaufe, bemerkte Hoth leicht wehmütig, der allen WVE-Mitgliedern für ihre Unterstützung in den vergangenen Jahren dankte. „Viele haben uns vor fünf Jahren für verrückt erklärt. Aber wir wollten die Festspiele für die Eutiner Wirtschaft und auch das Hinterland erhalten.“ Das sei geglückt, aber ein gewaltiger Akt gewesen, der in Zukunft nicht mehr zu leisten sei. „Es war jedes Jahr ein Kampf mit vielen schlaflosen Nächten“, so Hoth, der insbesondere Hans-Wilhelm Hagen (Vorsitzender des Festspiel-Beirats) und dem Geschäftsführer der beiden ersten Jahre, Marcus Gutzeit, für ihr „großartigen Einsatz“ dankte.

18000 Euro erhält die Kaufmannschaft von den Käufern der Festspiele, führte WVE-Vorstandsmitglied Thomas Menke aus, der die Verhandlungen begleitet hatte. Die Festspiele seien bei ihrer Neugründung mit einem Stammkapital von 60000 Euro gestartet, das mit 36000 Euro nicht ganz aufgefüllt gewesen sei. Dass die WVE jetzt nur die Hälfte zurückerhalte, liege an Unwägbarkeiten, die noch „hochploppen“ könnten. Man wisse noch nicht, wie die Bilanz 2015 ausfalle, es gebe in Sachen Mehrwertsteuer Uneinigkeiten zwischen Festspielen und Finanzamt. „Eine Sache ist auch schon hochgekommen“, äußerte Menke sybillinisch. Der Schaden werde geteilt. Der Vorschlag der neuen Gesellschafter dazu sei „ein sehr generöser“, so Menke, die WVE mit Vertragsunterzeichnung aus allem raus, was noch passieren könne.

Sowohl Klaus Hoth und Thomas Menke als auch Hans-Wilhelm Hagen legten den WVE-Mitgliedern den Verkauf nahe: Die Festspiele benötigten aktuell dringend neues Kapital, Investitionen seien erforderlich.

Die WVE hingegen müsse sich wieder ihren Kernaufgaben (siehe nebenstehenden Text) zuwenden, die „leider etwas vernachlässigt worden seien“. Auch werde ein besserer Austausch mit der Politik angestrebt. ben

LN

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