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Ostholstein Wahl: Weiter Streit um Werbung
Lokales Ostholstein Wahl: Weiter Streit um Werbung
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11:14 17.05.2018
Bürgermeister Carsten Behnk will rechtliche Schritte einleiten. Quelle: Bürgermeister Carsten Behnk will rechtliche Schritte einleiten.

Die Anzeige halte er „für eine übliche Form der Wahlwerbung“, er habe allerdings nichts von deren Erscheinen gewusst, beteuerte Tech. Schon um die Plakate der FWE hatte es Ärger gegeben (die LN berichteten). Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos) versicherte nun, er werde rechtlich gegen die Anzeige vorgehen. Vor allem, dass darin eine Mitarbeiterin der Stadt – Sprecherin und Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt – namentlich genannt und persönlich angegangen werde, sei nicht akzeptabel. Darüberhinaus stoße ihn der „aggressive Duktus“ ab. „Diese Anzeige war ein Dammbruch des politischen Diskurses“, sagte der Bürgermeister. 

Er sträube sich gegen Vokabeln wie „Front“ und „aufräumen“ sagte Matthias Rachfahl (CDU). Wenn Tech behaupte, er habe nicht von der Anzeige gewusst und ein unbekannter Gönner habe diese geschaltet, so habe er den Inhalt doch gut geheißen, warf er ihm vor. „,Dazu stehe ich, das finde ich gut, was da drin steht’ haben Sie mir gesagt“, hielt Rachfahl Tech vor.

Tech weist Vorwürfe zurück

Dieser wehrte ab, so habe er das nicht gesagt. Er beharrte darauf, dass die Stadtsprecherin eine Person der Öffentlichkeit sei: „Die kann ich angreifen, wie ich will. “ Der Gegenwind der anderen Fraktionen und die Äußerung von Matthias Rachfahl „Sie gehen ja gestärkt mit acht Mitgliedern in die neue Stadtvertretung. Ich kann nur hoffen, dass Sie alle sich ordentlich benehmen“ reizte den FWE-Fraktionsvorsitzenden offensichtlich. „Die CDU und die Grünen haben die Eutiner Bürger dutzendfach belogen, in Sachen Haus des Gastes, in Sachen Reithalle. Und der Bürgermeister war nicht besser“, polterte Tech.

„Sie haben sich am 5. Mai mir gegenüber erst vom Inhalt der Anzeige distanziert, ihn Stunden später wieder gutgeheißen. Was soll ich von Ihnen halten“, fragte der Bürgermeister.

Die Anzeige, mit der die FWE angeblich nichts zu tun habe, sei im selben Layout und derselben Schriftart wie Tage später eine Dankesanzeige, unterzeichnet auch von Malte Tech, erschienen, trug Hans-Georg Westphal (SPD) vor. Monika Obieray (Grüne) sagte: „Offensichtlich stehen Sie nicht auf dem Boden des Grundgesetzes. Sie nehmen für sich in Anspruch, andere Menschen entwürdigen zu dürfen.“

 ben

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