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Ostholstein Waldorfschule: Ein neues Zuhause für Kunst und Kultur
Lokales Ostholstein Waldorfschule: Ein neues Zuhause für Kunst und Kultur
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20:19 23.04.2016
Die Viertklässler begeisterten die Zuschauer mit ihrem Schauspiel über eine Sage aus der nordischen Mythologie. Quelle: Fotos: Thomas Klatt

Was die Waldorfschule da mit dem Neubau auf ihrem Schulgelände in Lensahn geschaffen hat, nötigte einigen Rednern bei der gestrigen Einweihung großen Respekt ab.

Multifunktionaler Neubau wurde gestern mit einem Festakt eingeweiht — 1,7 Millionen Euro investiert — Schüler gaben künstlerische Kostproben.

Bau-Chronik

1992 Die Waldorfschule wird an ihrem früheren Standort am Mühlenteich gegründet.

2000 folgt der Umzug an den heutigen Standort.

2002 und 2005 folgen die Bauabschnitte zwei und drei.

2016 Einweihung des Neubaus.

Kunst und Kultur sollen in dieses Haus Einzug halten, was mit Vorführungen unterschiedlicher Jahrgänge in den Bereichen Musik, Schauspiel und Eurythmie eindrucksvoll dokumentiert wurde.

1,7 Millionen Euro wurden in den multifunktionalen Neubau investiert. Neben einem Musiksaal sind eine Bühne, ausgestattet mit umfassender Bühnentechnik, sowie ein angegliederter Eurythmiesaal, der auch als Zuschauerraum genutzt werden kann, das Herzstück. Dank einer mobilen Wand können Bühnentrakt und Eurythmiesaal voneinander getrennt werden.

Mit dem Neubau wolle man auch den Stellenwert hervorheben, den Kunst und Kultur in der Waldorf-Pädagogik haben, betonte Ronald Gube, Lehrer und Vorstandsmitglied an der Schule. Untersuchungen über Musik hätten gezeigt, dass diese unter anderem die soziale Kompetenz, die Lern- und Leistungsmotivation, die Intelligenz, Kreativität und Bereitschaft zur Problemlösung fördere. Das Schauspiel wecke Potenziale beim Hineinschlüpfen in eine andere Rolle und die Eurythmie wandele Sprache und Musik in Bewegung um. Derartige Fächer, so Gube, müssten im normalen Schulalltag mit Blick auf Abschlüsse oftmals zurückstehen, dabei förderten gerade sie wichtige Kompetenzen und seien damit unverzichtbarer Baustein bei der Erziehungsaufgabe.

Der Gemeinde unterbreitete Gube das Angebot, das Gebäude nach Absprache mit nutzen zu können.

Für den Elternvorstand ließ Xantime Ramin die Bauphasen der Waldorfschule Revue passieren. Sie dankte vor allem dem Förderverein, der durch seine Aktivität den Bau erst möglich gemacht habe. Ihre Anerkennung für den finanziellen Kraftakt sprach auch Bärbel Seehusen als stellvertretende Kreistagspräsidentin der Schule aus.

Mit einem Chor aus der sechsten und zwölften Klasse, einem Schauspiel über nordische Mythologie der vierten Klasse sowie mehreren eurythmischen Einlagen untermauerten die Schülerinnen und Schüler zwischen den Grußreden, dass Kunst und Kultur auf hohem Niveau ihren Platz in der Waldorfpädagogik haben.

Bürgervorsteher Wolfgang Schüller fasste es so zusammen: „Ich bin erfreut und erstaunt, was hier geschaffen wurde und nehme tolle Eindrücke von hier mit.“ Dass die Waldörfler auch zu feiern wissen, stellten sie am Abend mit Tanz zu Jazz und Blues unter Beweis.

Von Thomas Klatt

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