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Wallsanierung gefährdet Wohnhäuser

Oldenburg Wallsanierung gefährdet Wohnhäuser

Die Bauarbeiten können nicht wie geplant weitergehen: Die Erschütterung für Gebäude in der Burgtorstraße ist zu groß. Jetzt werden Alternativen geprüft,. Die Kosten bleiben laut Verwaltung „bisher noch im geschätzten Rahmen“.

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Die oberen Schichten des Walls sind abgetragen. Doch die weiteren Arbeiten würden den Häusern in der Burgtorstraße gefährlich werden.

Quelle: Fotos: Jen

Oldenburg. Unangenehme Überraschung am Oldenburger Wall: Die Sanierung kann nicht wie geplant weitergehen, weil die Häuser in der Burgtorstraße durch die Bauarbeiten vom Einsturz bedroht wären. Erste Versuche, Spundwände zur Stabilisierung des Wallkörpers einzusetzen, seien gescheitert, berichtete Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) jetzt im Ausschuss für Umwelt und Bauwesen. „Es wäre unverantwortlich, an der Methode festzuhalten“, betonte er, „die Häuser würden den Schwingungen nicht standhalten.“

LN-Bild

Bauarbeiten können nicht wie geplant weitergehen – Erschütterung für Gebäude in der Burgtorstraße zu groß – Alternativen werden jetzt geprüft – Kosten laut Verwaltung „bisher noch im geschätzten Rahmen“.

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Vor etwa einem Monat hat die Sanierung des in Teilen abgerutschten Walls begonnen; zwei etwa 50 Meter lange Bereiche mussten stabilisiert werden, weil sie die Verkehrssicherheit gefährdet haben (die LN berichteten). Der Abschnitt auf der Südwest-Seite an der Straße Am Wall ist laut Verwaltungschef Voigt schon erfolgreich wieder hergestellt. Sogar der Aufwand sei geringer gewesen als erwartet: Statt der geplanten zwei habe nur eine Spundwand ins Erdreich eingebracht werden müssen. Im nordöstlichen Bereich an der Burgtorstraße herrscht nach der ernüchternden Erkenntnis derweil vorerst Stillstand. Die Stadt sucht nun nach alternativen Maßnahmen, den Wall zu stützen.

In Frage kommen laut Bürgermeister sogenannte Geogitter – spezielle Kunststoffmatten, die anstelle der Spundwände in die Erde gesetzt werden könnten. Diese Methode „muss auch nicht zwangsläufig teurer sein“, so Voigt. Bisher waren knapp 500000 Euro veranschlagt, von denen die Stadt 270000 Euro als Fördermittel bekommt. Allerdings müsse der Wall für eine Sanierung mit Geogittern weiter abgetragen werden als geplant – weshalb die Stadt nun eine neue Genehmigung braucht. Archäologen wollen jetzt zunächst Probeschürfungen vornehmen, um den betreffenden Bereich auf etwaige Funde zu untersuchen, die wissenschaftlich von Bedeutung sein könnten. Sollten sie etwas zutage fördern, könnte sich die Maßnahme durch umfangreichere Ausgrabungen weiter verzögern.

Eigentlich sollten die Arbeiten bis Mitte Oktober abgeschlossen sein.

Die Ausschussmitglieder nahmen die Neuigkeiten mit ungläubigem Kopfschütteln zur Kenntnis. Trotz der Beteuerung von Bauamtsleiter Stefan Gabriel, die Ingenieure hätten „die jetzigen Schwierigkeiten im Vorfeld nicht absehen können“, kritisierte Helga Poppe (SPD): „Man hätte doch von vornherein berücksichtigen müssen, dass die Erschütterung für die Häuser zum Problem werden könnte.“ Jens Junkersdorf (CDU) prognostizierte: „Ich sehe schon wieder die nächste Kostenerhöhung auf uns zukommen.“ Die ursprüngliche Schätzung lag bei 375000 Euro; den Mehrausgaben von 125000 Euro hatten alle Fraktionen damals „nur mit Bauchschmerzen“ zugestimmt, weil sie keine andere Möglichkeit sahen, die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.

Letztere sei jetzt, da die oberen Schichten des Walls im betreffenden Bereich abgetragen sind, jedoch nicht mehr in Gefahr, waren sich Wolfgang Seidel (FBO) und Henning Andrees (FDP) einig. Beide plädierten dafür, den Wall gar nicht erst wieder aufzuschütten. Stattdessen könne der „aufgeschnittene“ Abschnitt mit Plexiglaswänden so gestaltet werden, dass dort die verschiedenen Epochen des Wallbaus dokumentiert und für Besucher eingängig dargestellt würden. Die Verwaltung hielt diese Variante indes jedoch für nicht umsetzbar.

 Jennifer Binder

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