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Ostholstein Wangels beschließt Kita-Erweiterung
Lokales Ostholstein Wangels beschließt Kita-Erweiterung
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21:22 15.12.2017
Die Kita „Räuberhöhle“ in Hansühn soll zusätzliche Räume bekommen.
Wangels

Die Kita-Erweiterung war innerhalb der Gemeindevertretung heftig umstritten. Der jetzigen Entscheidung vorangegangen war eine lange und oft hitzige Debatte, die darin gipfelte, dass Bürgermeister Eckhard Klodt (BGW) sein Veto gegen eine mehrheitliche Entscheidung einlegte und das Bauprojekt so zunächst verhinderte. Mit Blick auf die prognostizierten Kinderzahlen hatte er das Vorhaben als „unverantwortlich“ bezeichnet (die LN berichteten).

Überraschender Kompromiss nach langer Debatte

Nun wurde überraschend doch noch ein Kompromiss gefunden, für den alle Fraktionen grünes Licht gegeben haben. Geplant sind ein Anbau mit Bewegungsraum, Förderraum, größerer Küche und Büro. Auch zusätzliche sanitäre Anlagen sollen geschaffen werden.

„Wir freuen uns sehr, dass nun eine Lösung vorliegt, die von der gesamten Gemeindevertretung unterstützt wird“, sagte CDU-Fraktionschef Sebastian Graf von Platen-Hallermund. Das sei „ein wichtiges Signal an die Bürger und zeigt, dass wir geschlossen hinter dem Projekt stehen“. Er hoffe, dass die Bauarbeiten nun zeitnah starten könnten.

Laut Bürgermeister Klodt kann der Anbau größtenteils während des laufenden Kita-Betriebes errichtet werden, ohne dass Abläufe gestört werden. Lediglich der Sanitärbereich solle voraussichtlich in den Sommerferien in Angriff genommen werden, wenn die Kita geschlossen ist.

Auch Klodt sprach in der jüngsten Sitzung von einer „guten Lösung“. Mit dem neuen Konzept sei die zukünftige Qualität der Kita noch verbessert worden, beispielsweise durch ein Behinderten-WC.

SPD-Fraktionschef Klaus-Dieter Prieß lobte ebenfalls den neuen Entwurf für die Kita-Erweiterung – wenngleich er „eigentlich schon seit einem halben Jahr darauf gewartet habe, dass die Pläne konkret werden“, wie er sagte. Im Mai war – zum zweiten Mal nach dem Bürgermeister-Veto – das Bauprojekt bereits mehrheitlich beschlossen worden.

Mögliche Kooperation mit dem Familienzentrum

Die SPD-Fraktion war damals noch gespalten in der Frage, ob eine Erweiterung notwendig sei. Während die eine Hälfte wie der Bürgermeister rückläufige Kinderzahlen anführte, warnte die andere Hälfte wie die CDU davor, sich zu sehr auf ein Zahlenwerk zu stützen, das letztlich niemand genau vorhersehen könne.

Geklärt werden soll jetzt noch, ob die neuen Räume der Kita später durch Dritte mitgenutzt werden könnten. Im Gespräch ist eine Kooperation mit dem Familienzentrum „Kastanienhof“ in Oldenburg. Die neuen Multifunktionsräume könnten von dessen Seite für Beratungen genutzt werden. Im Vorfeld müssen laut Bürgermeister Klodt allerdings noch Details mit der Heimaufsicht des Kreises abgestimmt werden.

Sollte die Entscheidung positiv ausfallen, könnte die Gemeinde laut Eckhard Klodt vielleicht auch auf Fördermittel für das Projekt hoffen. Ein Antrag soll gegebenenfalls über die zuständige Aktivregion ans LLUR gestellt werden.

 Von Jennifer Binder

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