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Ostholstein War es der Feuerteufel?
Lokales Ostholstein War es der Feuerteufel?
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22:12 23.09.2013
Das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Abbrennen dieses reetgedeckten Hauses in Dahme verhindern. Quelle: Schmalfeldt

Nur das schnelle Eingreifen der Feuerwehr hat am Wochenende das Abbrennen eines weiteren reetgedeckten Hauses in Dahme verhindert. Erneut gehen im Ort Befürchtungen um, dass der Feuerteufel wieder zugeschlagen hat.

Sonnabend, 20.21 Uhr: Der Fernmeldeempfänger der Freiwilligen Feuerwehren Dahme, Grube, Kellenhusen und Oldenburg wird ausgelöst. Feuer in einem Reetdachhaus in der Straße „Lange Wiese“ in Dahme meldet die Einsatzleitstelle in Bad Oldesloe. Schon auf dem Weg zum Feuerwehrhaus sieht Wehrführer Stefan Herrmann von weitem Qualm aufsteigen. „Jetzt aber Hackengas, habe ich mir gesagt, bin sofort mit den ersten drei Kameraden aufs Fahrzeug und hin zum Brandort“, schilderte Herrmann im Nachhinein den Ablauf. Vor Ort habe man sich beeilt, qualmende Reetbündel aus der Dachbedeckung zu ziehen.

Herrmann: „Nach sieben, acht Minuten hatten wir den Schwelbrand unter Kontrolle. Mit einer Wärmebildkamera haben wir dann noch das gesamte Dach nach Glutnestern abgesucht. Das schnelle Eingreifen der Wehr, aber auch die vorherrschende Windstille hätten an diesem Abend ein Ausbreiten der Flammen verhindert.

Über die Ursache des Feuers macht sich Herrmann nur wenig Illusionen: „Wieder das gleiche Muster“, spielt der Wehrführer auf Brandstiftungen an, denen im Februar die beiden Gildegebäude auf dem Paasch-Eyler-Platz in Grube und im Mai die ehemalige Försterei in der Cismarer Straße in Dahme zum Opfer fielen. Wieder sei es ein reetgedecktes und zudem unbewohntes Haus gewesen.

„Die Vermieter von reetgedeckten Häusern im Ort werden zunehmend unruhig“, gibt Dahmes Bürgermeister Heinrich Plön die Stimmung in der Gemeinde wider. Unmittelbar gegenüber des Hauses, an dem jetzt gezündelt wurde, habe ein weiteres reetgedecktes Gebäude gestanden. Plön: „Bei anderen Windverhältnissen hätte es hier sehr schnell zu einem Übergreifen der Flammen kommen können. Die Polizei prüft derzeit mögliche Zusammenhänge zwischen den Bränden.  

tk

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