Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Warmer Geldsegen für Fehmarn
Lokales Ostholstein Warmer Geldsegen für Fehmarn
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:42 26.09.2016

Diese Nachricht kam in Finanzausschuss außerordentlich gut an. Eigentlich wollte Fehmarns Kämmerer Mario Markmann nur die Haus- und Finanzentwicklung des ersten Halbjahres darlegen. Mit einem besonders erfreulichen Aufwärtstrend bei der Gewerbesteuer: Sie lag schon nach dem zweiten Quartal bei knapp über acht Millionen Euro. Gemessen am ursprünglichen Ansatz für 2016 von „nur“ 6,6 Millionen Euro entsprach das bereits einem beträchtlichen warmen Geldsegen.

„Wir haben momentan 5,3 Millionen Euro auf dem Konto, leider gibt es keine Zinsen.“Mario Markmann, Kämmerer

Doch diese Zahlen sind längst überholt. Im positiven Sinne, denn Markmann legte nochmals nach. Weil nun sogar rund zwei Millionen Euro an Gewerbesteuer rückwirkend veranlagt wurden, kann die Stadt Fehmarn jetzt schon fast neun Millionen Euro an Gewerbesteuereinnahmen verbuchen.

Es gibt noch weitere positive Effekte. Nachdem der Personalengpass in der Kämmerei abgebaut wurde, fließen jetzt auch wieder mehr Einnahmen durch die Zweitwohnungssteuer. Dort hatte es zuletzt erhebliche Außenstände gegeben. Inzwischen wurde die Millionen-Grenze erstmals wieder überschritten. Einkalkuliert hat die Stadt bis Jahresende rund 1,1 Millionen Euro.

„Wir haben jetzt schon insgesamt die Erträge erreicht, die wir für 2016 geplant haben“, so Markmann. Mit positiver Tendenz: Eigentlich müsste die Stadt somit bis Ende 2016 deutlich über dem kalkulierten Ansatz liegen – es sei denn, sie müsste doch noch wieder Steuereinnahmen an Betriebe zurückerstatten. Das hatte die Stadt Fehmarn vor einigen Jahren schmerzhaft erlebt.

Trotzdem kalkuliert Markmann auch für 2017 den Ansatz bei der Gewerbesteuer auf rund sieben Millionen Euro. „Denn schließlich sind Nachveranlagungen von 1,8 Millionen Euro oder mehr nicht planbar“, so der Kämmerer.

Es gibt aber auch eine negative Auswirkung – allerdings wohl erst 2018. Dann muss die Stadt Fehmarn damit rechnen, dass dank der hohen Gewerbesteuereinnahmen in 2016 die Schlüsselzuweisungen vom Land sinken, womöglich sogar halbiert werden.

Weil einige größere Ausgaben noch nicht getätigt wurden, gibt es derzeit übrigens keine Liquiditätsengpässe für die Stadt. Im Gegenteil: Sie hat momentan komfortable 5,3 Millionen Euro quasi auf dem Girokonto. Markmann: „Leider gibt es dafür keine Zinsen.“

gjs

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Noch unklar ist, was aus den Entwürfen für den geplanten Aussichtsturm an der Spitze der Tiefehalbinsel wird.

26.09.2016

Im Zuge der Sandaufspülungen für das neue Steinwarder-Südufer am Binnensee konnte am Sonntag das Grundwasser in diesem Bereich nicht ablaufen, so dass der Graswarderweg unter Wasser stand.

26.09.2016

Um Jugendliche bei der Berufswahl zu unterstützen, organisiert die Agentur für Arbeit für Donnerstag, 29. September, eine Ausbildungsmesse in Oldenburg.

26.09.2016
Anzeige