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Ostholstein Wasserrettung durch die Wehr
Lokales Ostholstein Wasserrettung durch die Wehr
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20:13 21.06.2016
Die Politiker wälzten in der Sitzung viel Papier, doch die Zeit der ausgedruckten Vorlagen soll bald zu Ende gehen. Quelle: dis

Laptops und Tablets statt Aktenordner und Schnellhefter – die Papierflut, mit der sich die Bosauer Gemeindevertreter beschäftigen müssen, soll durch die Digitalisierung der Unterlagen abebben. Die Mitglieder des Hauptausschusses stellten in der Sitzung am Montagabend die Weichen, eine weitgehend papierlose Gremienarbeit einzuführen. Weiteres Thema war die offizielle Übertragung der Wasserrettung an die Feuerwehr Bosau- Kleinneudorf.

Letzteres sei seit 1980 zwar gängige Praxis gewesen, doch die damalige Anschaffung des Rettungsbootes allein reiche der Hanseatischen Feuerwehrunfallkasse (HFUK) als Willenserklärung der Gemeinde nicht aus. „Da die Wasserrettung nach Auffassung der HFUK prinzipiell nicht zu den Aufgaben der Feuerwehr gehört, fordert diese den offiziellen Nachweis der Übertragung“, erklärte Ortswehrführer Bastian Wroblewski. Bürgermeister Mario Schmidt (parteilos) stellte fest: „Es handelt sich lediglich um eine Verankerung der Aufgabe, die die Wehr bereits seit Jahrzehnten erfüllt und die keine weiteren zusätzlichen Kosten auslöst.“ Angesichts der Diskussion fragte sich Bürgervorsteher Alfred Jeske, ob die Gemeinde diese freiwillige Aufgabe überhaupt übernehmen müsse, da der Große Plöner See vor Bosaus Strand eigentlich zum Plöner Stadtgebiet gehöre. Seine Antwort: „Ich meine Nein.“ Schmidt widersprach: „Wir können den Bürgern und Touristen schlecht sagen: Du willst hier baden, aber Rettungsmöglichkeiten haben wir nicht.“ Die Beschlussempfehlung, die Wasserrettung an die Ortswehr zu übertragen, erfolgte ebenso einstimmig, wie für die Einführung der papierlose Gremienarbeit. Der Chef der Grünen-Fraktion Max Plieske warb für dieses Vorhaben nicht nur aus ökologischen Gründen und Kosteneinsparungen durch Ausdruck und Versand der Unterlagen einschließlich der dafür benötigten Arbeitszeit. „Der Informationsfluss ist schneller und transparenter“, so Plieske. In einem entsprechenden System seien Vorlagen miteinander verlinkt, so dass Entwicklungen und Entscheidungen besser nachvollziehbar seien. „Für uns Ehrenamtler wird es einfacher.“ Und auch der Bürger könne sich über das Internet zeitnah aus erster Hand informieren.

dis

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