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Ostholstein Weber-Café kurz vor dem Neustart
Lokales Ostholstein Weber-Café kurz vor dem Neustart
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10:19 04.09.2017
Ist mit den Resultaten aus dem Backofen, Jahrgang 1964, hochzufrieden: Anne Neumann. Quelle: Fotos: Benthien

Seit Ende vergangenen Jahres schuften Anne Neumann und Marco Scharge auf ihrer Baustelle: im Geburtshaus von Carl Maria von Weber in der Lübecker Straße 48. Ihr Ziel ist in greifbare Nähe gerückt. In circa vier Wochen wollen sie das seit 2011 geschlossene Café wiedereröffnen.

Die Inhaber Anne Neumann und Marco Scharge stellen sich beim Eutiner Stadtfest schon einmal vor.

Anne Neumann sind die Anstrengungen der vergangenen Monate anzumerken. „Das war keine Renovierung, sondern eine Sanierung“, sagt sie. Das Rackern hat sich gelohnt, schon im jetzigen Zustand lässt sich der Charme eines klassischen Kaffeehauses erahnen. Die Räume sind mit Streifen- und Jugendstilmuster tapeziert, die vorher braunen Raumteiler weiß lackiert. Das neue Mobiliar ist auch schon eingetroffen. „Gerade haben wir den ersten Stuhl ausgepackt“, berichtet Anne Neumann stolz.

An den Wänden werden in einigen Tagen elf Bildtafeln hängen. Martin Karl-Wagner, Musiker und Koordinator der Eutiner Weber-Tage, hat aus seinem Fundus Fotos und Texte über Carl Maria von Weber (18. November 1786 bis 5. Juni 1826) zusammengestellt. Sie beleuchten seine drei Aufenthalte in Eutin: als Säugling, als 13-Jähriger auf Reise mit dem Vater und auf seiner Konzertreise 1820. Auch Informatives über Webers Oper „Der Freischütz“ wird nicht fehlen.

„Die Eutiner sind sehr daran interessiert, was hier im Hause vor sich geht. Sobald die Tür offensteht, steckt jemand den Kopf herein und fragt. Auch Touristen, die das Weber-Haus fotografieren, sprechen uns immer wieder an“, sagt Anne Neumann. Die junge Frau, gelernte Köchin und Servicefachkraft, will den Café-Betrieb gemeinsam mit einer Angestellten bewältigen, „mein Mann wird weiter seinem Beruf im Baustoffhandel nachgehen“. Von 8 bis 18 Uhr soll das neue Carl-Maria-von-Weber-Café täglich geöffnet sein, Ausnahme Dienstag, da ist Ruhetag. Angeboten werden Frühstück, Mittagstisch sowie Kaffee, Kuchen und Torten. Bei der Frage nach den berühmten Weber-Hütchen, die ihre Vorgänger, die Ehepaare Schade, in 50 Jahren Betriebstätigkeit kredenzten, muss Anne Neumann herzlich lachen.

„Das war ein Familienrezept. Ich experimentiere noch an einem eigenen.“

Vielfach ausprobiert hat sie auch den Backofen. Nicht nur sie ist hochzufrieden mit dem „Matador“, Baujahr 1964, aus dem Hause Werner & Pfleiderer/Stuttgart.  Ein Techniker war gerade da, hat den Ofen geprüft und war begeistert von dessen Qualität.

Anlässlich des Stadtfestes laden Anne Neumann und Marco Schade zu einem Tag der offenen Tür ein. Am 19. August dürfen sich Neugierige zwischen 10 und 18 Uhr schon mal bei ihnen umsehen.

 ben

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