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Ostholstein Wegen Aula-Sperrung: Oldenburger Theater in Lensahn?
Lokales Ostholstein Wegen Aula-Sperrung: Oldenburger Theater in Lensahn?
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19:21 20.09.2016

„Wir werden trotz allem versuchen, im Rahmen des Möglichen Kultur auf die Bühne zu bringen“, kündigte Horst Kratzmann, Vorsitzender des Kulturbundes Wagrien, bei der Jahresversammlung des Vereins an. Weil die Aula am Oldenburger Freiherr- vom-Stein-Gymnasium nach wie vor gesperrt ist, suchen die Organisatoren nach alternativen Aufführungsorten (die LN berichteten). Insbesondere die Waldorfschule in Lensahn komme dafür infrage, berichtete Kratzmann. Noch dieses Jahr könnten dort die Oper „Porgy and Bess“ und das Stück „Warten auf Godot“ gezeigt werden; die Terminsuche laufe.

„Oldenburger Theater in Lensahn ist natürlich nicht optimal“, räumte der Kulturbund-Vorsitzende ein. Dennoch sei „alles besser, als erneut eine komplette Spielzeit ausfallen zu lassen“, betonte er.

Schon im vergangenen Jahr hatte der Verein einen Großteil der geplanten Aufführungen absagen müssen, nachdem die Theater-Aula wegen Deckenschäden gesperrt wurde. Es gelte „unter allen Umständen zu verhindern, dass der Kulturbund bis 2017 völlig von der Bildfläche verschwindet“, forderte Kratzmann. Es sei wichtig, trotz allem weiterhin Präsenz zu zeigen. Für das Oldenburger Publikum solle nach Möglichkeit ein Shuttle-Service zu auswärtigen Veranstaltungsorten organisiert werden.

Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) – der bei der Versammlung auf das „typische Grußwort“ verzichtete und stattdessen von der Sanierung berichtete – kündigte an, dass die endgültige Planung in der kommenden Sitzung des Bauausschusses Mitte Oktober vorgestellt werden solle. Dass doch noch der jüngst von der Politik ins Gespräch gebrachte Neubau realisiert werde, halte er für äußerst unwahrscheinlich: Die Kosten dafür lägen weit über den etwa 2,2 Millionen Euro, die für die Instandsetzung veranschlagt sind. Barrierefreiheit solle aber auch bei einer Sanierung erreicht werden, betonte der Bürgermeister, entweder durch einen Aufzug oder durch einen Treppenlift.

„Wir arbeiten darauf hin, dass die Aula für die Theatersaison 2017/18 wieder zur Verfügung steht“, so der Verwaltungschef. Von der ursprünglich angepeilten Wiedereröffnung dieses Jahr nach den Sommerferien hatten sich die Beteiligten verabschieden müssen, nachdem klar geworden war, dass die einzelnen Sanierungsmaßnahmen nicht getrennt voneinander durchgeführt werden können. Bei der Finanzierung hoffe die Stadt noch auf weitere Fördermöglichkeiten. Bisher stehe ein Zuschuss der Aktivregion von etwa 400000 Euro in Aussicht. Die Verwaltung prüfe aber, ob Mittel aus weiteren Töpfen beantragt werden könnten. Der Kreis als ehemaliger Eigentümer der Aula habe zudem zugesagt, sich „mit mehreren 100000 Euro“ an den Kosten für eine neue Lüftungsanlage zu beteiligen. Auch hier hoffe die Stadt aber auf zusätzliche Mittel. „Der Kreis sieht seine Pflicht damit erfüllt – wir sehen das anders“, sagt Voigt. Die Verhandlungen seien „noch nicht beendet“.

jen

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