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Ostholstein Weissenhäuser Strand: Schönheitskur für die Seebrücke
Lokales Ostholstein Weissenhäuser Strand: Schönheitskur für die Seebrücke
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09:55 08.12.2015
Quelle: Fotos: Binder

Spiel, Spaß und Entspannung: Ein neues Konzept soll die Seebrücke in Weissenhäuser Strand attraktiver machen. Die Gemeinde Wangels plant einen Neubau mit diversen zusätzlichen Angeboten. Die Kosten liegen einer ersten Schätzung zufolge bei bis zu zwei Millionen Euro. Laut Bürgermeister Eckhard Klodt (CDU) hat das Land bereits eine 70-prozentige Förderung in Aussicht gestellt.

Die jetzige Brücke sei „optisch nicht mehr sehr ansprechend“, so die einhellige Meinung der Gemeindevertreter. Die Kommunalpolitiker haben sich in ihrer jüngsten Sitzung geschlossen dafür ausgesprochen, die Planung für einen Neubau weiter voranzutreiben.

Ein erster Entwurf des Ingenieurbüros Wolf-Dieter Klitzing in Ahrensbök sieht vor, Seebrücke samt Zuwegung zu verbreitern und den Brückenkopf zu vergrößern. Eine Terrasse an der DLRG-Wache sowie Bereiche zum Entspannen und für gastronomische Angebote sollen das Bauwerk samt Vorplatz sowohl in optischer als auch in praktischer Hinsicht aufwerten. Im Gespräch sind außerdem ein abgesenkter Spiel- und Spaßbereich im Wasser sowie ein Unter-Wasser-Zimmer, von dem aus die Flora und Fauna der Ostsee beobachtet werden können.

In Auftrag gegeben hat den Entwurf der Ferienpark Weissenhäuser Strand; das Ergebnis wurde der Gemeinde kostenfrei zur Verfügung gestellt. „Natürlich haben auch wir ein großes Interesse daran, die Seebrücke attraktiver zu gestalten“, sagt Geschäftsführer David Depenau. Das Bauwerk sei ein Anziehungspunkt für Besucher, von dessen Aufwertung auch der Ferienpark profitiere — dorthin führe erfahrungsgemäß der erste Gang der Gäste nach ihrer Ankunft. Es sei wünschenswert, dass man in Wangels mit Orten wie Heiligenhafen gleichziehe: Die dortige Seebrücke wurde vor drei Jahren für knapp sechs Millionen Euro aufgehübscht.

Diese Ansicht teilten die Wangelser Kommunalpolitiker. Die Pläne sollen nun konkretisiert und dann erneut besprochen werden. Bis das Projekt so weit gediehen sei, dass die Gemeinde einen Förderantrag ans Land stellen könne, werde es voraussichtlich zwar noch einige Zeit dauern, prognostiziert Bürgermeister Klodt. Aus Kiel sei ihm jedoch bereits signalisiert worden, dass das Land zu gegebener Zeit 70 Prozent der Kosten zuschießen würde. Ziel sei es, für die verbleibenden Kosten von voraussichtlich 30 Prozent eine Lösung zu finden, die die Bürger — sprich, den Haushalt der Gemeinde — nicht belaste. So könne man sich vorstellen, die Finanzierung über die Gebühren für die Strandnutzung zu sichern, so Klodt. Der Ferienpark ist laut Geschäftsführer Depenau derweil ebenfalls bereit, sich an den Kosten zu beteiligen: Er habe der Gemeinde bereits angeboten, den Anteil von 30 Prozent zu übernehmen.

Wann der Bau der neuen Seebrücke tatsächlich beginnt, ist bisher nicht klar. Für notwendige Reparaturen am aktuellen Bauwerk wurden vorsorglich 40000 Euro in den Haushalt für das Jahr 2016 eingestellt. Im Frühjahr wurde bekannt, dass einzelne Pfähle mittelfristig ausgetauscht werden müssen (die LN berichteten). Noch sei die Verkehrssicherheit aber gewährleistet, betont Klodt. Er hoffe auch, dass das Verschönerungsprojekt nun schnell Fahrt aufnehme und die Mittel für Instandsetzungsarbeiten deshalb zu großen Teilen gar nicht mehr gebraucht würden.

Jennifer Binder

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