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Weite Wege zum Löschwasser und wenige Atemschutzträger

Malente Weite Wege zum Löschwasser und wenige Atemschutzträger

Bei der Jahresversammlung der Gemeindewehr Malente wurden die Probleme angesprochen. Gemeindewehrführer Bernd Penter hat jetzt zwei Stellvertreter.

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Das neue Trio an der Spitze der Gemeindewehr: Bernd Penter und seine beiden Stellvertreter Andree Bendrich (Kreuzfeld) und Niko Doll (Bad Malente-Gremsmühlen, von links).

Quelle: Peyronnet

Malente. Bernd Penter hat Sorgen. Der Gemeindewehrführer von Malente hatte neben allerlei Erfreulichem, etwa dem Zuwachs der Aktiven auf jetzt 216, in der Jahresversammlung auch Bedenkliches berichtet. Nicht überall in der Gemeinde läuft feuerwehrtechnisch alles reibungslos.

Atemschutz, Löschwasserversorgung, Nachwuchsmangel. Das sind die Baustellen für die Gemeindewehrführung. 55 Atemschutzträger gibt es in den Ortswehren. Bei einem Einsatz am Tage hat sich gerade gezeigt, dass um diese Zeit fünf davon verfügbar waren. „Wir haben gerade mal ein Viertel unsere Kameraden unter Atemschutz“, stellte Penter fest. In diesem Zusammenhang appellierte er an die Feuerwehrleute, stets gut trainiert und vorbereitet zu sein. „Kann man das sein, wenn man nur zehn Übungsabende im Jahr macht?“, fragte der Gemeindewehrführer. Beim Löschwasser steht nicht alles zum Besten. „Wir haben Einzellagen, wo es schwierig wird, Löschwasser heranzukriegen“, sagte Penter.

Er sprach auch an, was die Feuerwehr und die Kommunalpolitik in Malente derzeit bewegt: den Feuerwehrbedarfsplan (die LN berichteten). „Wir sind bereit für die Arbeitsgruppe“, sagte Penter. Der Plan definiert unter anderem, was eine Gemeinde an Ausstattung braucht, um den Brandschutz sicherzustellen. Nicht einfach für eine finanziell klamme Gemeinde wie Malente. „Es ist nicht alles möglich, was wir brauchen, um Sicherheit zu produzieren“, so Penter.

Dass es zwischen Gemeindewehrführung und Gemeinde mitunter geknirscht hat, machte Bürgermeister Michael Koch (CDU) deutlich. „Es hat in der Dialogstrategie den einen oder anderen Fehlalarm gegeben. Das sollten in der Zukunft alle Beteiligten vermeiden.“ Auch Koch ging noch einmal auf den Feuerwehrbedarfsplan ein, für dessen erneute Überarbeitung er plädiert hatte. „Ein unschlüssiger oder gar fehlerhafter Plan kann nicht nur negative finanzielle Folgen haben, sondern im Haftungsfall auch zu einem Risiko werden.“ Die Feuerwehr müsse die Einsatzfähigkeit steigern, ohne die Finanzen allzu sehr zu belasten.

Penter hat dies unter anderem erreicht, in dem der die Zuständigkeit einzelner Ortswehren anders geschnitten hat. „Eine intelligente Lösung zum optimalen Einsatz von Feuerwehrleuten“, lobte Koch, mahnte aber gleichzeitig: „Was wir uns nicht leisten können, ist ein Konkurrenzkamp zwischen den Ortswehren bei der Ausstattung.“

Penter kann die Arbeit jetzt auf mehr Schultern verteilen. Der scheidende stellvertretende Gemeindewehrführer Thorsten Rosplesch hat zwei Nachfolger: Niko Doll (44) von der Ortswehr Bad Malente-Gremsmühlen und Andree Bendrich (52) von der Ortswehr Kreuzfeld. Beide erhielten im geheimer Wahl eine hohe Zustimmung. Einstimmig wiedergewählt wurde Kassenwartin Heike Hiller.

Karl Heinz Mieczkowski wurde mit dem Brandschutzehrenzeichen in Silber für 25-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Befördert wurden Bernd Larsson zum Brandmeister, Thomas Krupp zum Oberlöschmeister, Sven Priewe und Dirk Staack zu Oberfeuerwehrmännern, Frank Grage, Benjamin Gradert und Mirco Klass zu Hauptfeuerwehrmännern zwei Sterne, Simon Krupp und Marco Bendrich zu Hautfeuerwehrmännern drei Sterne und Alexander Mumm zum Löschmeister.

Die Bilanz des vergangenen Jahres
216 Feuerwehrleute sind in den Malenter Wehren aktiv.
198 Alarme riefen die Ortswehren zu Einsätzen.
35 Brände mussten gelöscht werden.
7 Menschenleben wurden von den Feuerwehrleuten gerettet.
7 Feuer in bewohnten Häusern wurden bewusst oder fahrlässig gelegt.
50 Unwetterschäden mussten von der Feuerwehr beseitigt werden.
29 Fehlalarme riefen die Feuerwehrleute zu Einsätzen, die gar keine waren.

Susanne Peyronnet

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