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Ostholstein Welthospiztag in Oldenburg: Es darf auch gelacht werden
Lokales Ostholstein Welthospiztag in Oldenburg: Es darf auch gelacht werden
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20:33 20.09.2016
Rüdiger Stief, Elena Luschnikova und Kathrin Brümmer (v. l.) wollen helfen, Schwellenängste beim Thema Sterben abzubauen. Quelle: T. Klatt

Den Welthospiztag am 8. Oktober nimmt der Ambulante Hospizdienst des DRK Ostholstein zum Anlass, um sein Arbeitsfeld vorzustellen, vor allem aber um Menschen jeden Alters die Scheu vor Themen wie Tod und Trauer zu nehmen. An dem Sonnabend wird es in der Stadtbücherei in Oldenburg einen Thementag geben, mit dem alle Generationen angesprochen werden sollen.

Das Angebot „Bilderbuchkino“ um 11 Uhr richtet sich vor allem an Kinder. „Wir wollen den Kindern, aber auch ihren erwachsenen Begleitern die Schwellenangst nehmen, sich mit Themen wie Sterben und Trauer auseinanderzusetzen“, erläutert Elena Luschnikova, Sterbeamme beim Ambulanten Hospizdienst. Beim Bilderbuchkino geht es um ein Kind, das Abschied von seinem Wellensittich nehmen muss. Auch gestalterische Elemente sollen miteinbezogen werden. Die Kinder können Gegenstände für den Friedhof bemalen. Bemalt werden darf auch ein richtiger Sarg, den Rüdiger Stief vom Bestattungsunternehmen Landschoof für diesen Zweck eigens zur Verfügung gestellt hat. Der Sarg solle nach dem Aktionstag für vier weitere Wochen in dem Bestattungsunternehmen ausgestellt werden, kündigte Stief an. „Das Malen macht es möglich, Distanz abzubauen und sich diesem Thema auch spielerisch zu nähern“, weiß die Sterbeamme.

Fortgesetzt wird der Thementag mit Kurzfilmen um 14 Uhr. Hier sind vor allem Jugendliche die Zielgruppe des Hospizdienstes. Elena Luschnikova: „Für unseren Ambulanten Hospizdienst ist das die erste Aktion. Wir sind selbst schon gespannt, ob wir auch diese Zielgruppe erreichen können.“

Dass man sich Themen wie Sterben und Trauer auch humorvoll nähern kann, will der Rezitator Gerrit Gätjens am Abend unter Beweis stellen. Von seiner Lesung, die um 18 Uhr beginnt, sollen sich vor allem die Erwachsenen angesprochen fühlen. Über den ganzen Tag wird es außerdem einen Büchertisch rund um das Thema Trauer und Tod geben, der sich an Menschen jeden Alters richtet.

Bei allen drei Veranstaltungen werden die Besucher von Frauen betreut, die sich gegenwärtig zu ehrenamtlichen Sterbebegleitern beim Ambulanten Hospizdienst ausbilden lassen. „Die Frauen stehen kurz vor Ende ihrer Ausbildung und verfügen von daher über ausreichende Erfahrung“, sagt Elena Luschnikova. „Mit diesem Aktionstag hoffen wir auch, vielleicht Interesse für die Tätigkeit als Sterbebegleiter zu wecken.“

tk

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