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Ostholstein Wenig Gegenliebe für SPD-Plan zur Timmendorfer Eishalle
Lokales Ostholstein Wenig Gegenliebe für SPD-Plan zur Timmendorfer Eishalle
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20:24 21.10.2013
Ein Hit weit über Timmendorfer Strand hinaus: der EHC 06. Der Spielbetrieb soll nach dem Willen aller Parteien erhalten bleiben. Quelle: Kasch

„Vielleicht, aber nur wenn . . . “ beziehungsweise „Lieber nicht“: Dem Plan der SPD, die Timmendorfer Eishalle abzureißen und neu zu bauen, stehen die anderen Fraktionen in der Gemeinde verhalten bis ablehnend gegenüber. Die WUB (Wählergemeinschaft Unabhängiger Bürger) spricht sich in einer ausführlichen Stellungnahme vorsichtig für eine langfristige Prüfung des Vorschlages aus. Die Grünen sind gegen den Bau einer neuen Mehrzweckhalle, ebenso wie die CDU, die für eine weitere Zusammenarbeit mit den Pächtern des Eissport- und Tenniszentrums, der ETC Betriebs GmbH, am bisherigen Standort plädiert.

Hintergrund der Debatte sind erforderliche Sanierungsarbeiten an und in der 30 Jahre alten Halle am Kurpark. Laut ETC Betriebs GmbH muss unter anderem die Kältetechnik erneuert werden. Eine Million Euro will die Gesellschaft investieren — wenn der Pachtvertrag um 20 Jahre verlängert wird. In dieser Zeit aber, so die Befürchtungen der SPD, könne die Halle für die Gemeinde zum Millionengrab werden. Die Idee der Sozialdemokraten: Abriss, Verkauf des Grundstücks an einen Hotel-Investor und Bau einer multifunktionalen Mehrzweckhalle an anderer Stelle (die LN berichteten).

Eine solche Halle — für Sport, Konzerte und andere Veranstaltungen — wäre ein attraktiver Anziehungspunkt und belebender Wirtschaftsfaktor für die Gemeinde, heißt es von Seiten der WUB. Kosten und Nutzen müssten aber erst einmal gründlich geprüft werden. Deswegen solle der jetzige Pachtvertrag, der bis Anfang 2016 läuft, um fünf Jahre verlängert werden. „Während das Freizeitangebot weitergeht, könnten die Überlegungen in Richtung eines eventuellen Neubaus in aller Ruhe und Sorgfalt durchgeführt werden“, so die WUB.

Für einen Neubau gebe es keinen geeigneten Standort in der Gemeinde, meinen hingegen die Grünen. Zudem sei die Schätzung der SPD, das ETC-Grundstück am Kurpark könne für 3,6 Millionen Euro verkauft werden, „nicht realistisch“. Die aktuellen Kosten für die Sanierung der alten Halle seien klar, und ein Neubau käme die Gemeinde in den nächsten Jahren teurer als der weitere Unterhalt der alten Halle. Deshalb solle der Vertrag mit der ETC Betriebs GmbH verlängert werden, beispielsweise um zehn Jahre. Die Pacht solle nach Meinung der Grünen erhöht werden, und die ETC Betriebs GmbH könne sich in Bezug auf ihr Marketing-Konzept „coachen“ lassen, etwa von der Tourismus GmbH, um wirtschaftlich erfolgreicher zu werden.

Das ETC könne weiterhin wirtschaftlich betrieben werden, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Rainer Steen. „Was die SPD vorhat, ist ein Schnellschuss“, so Steen. „Es gibt keinen Investor für ein Hotel am alten Standort und kein geeignetes Grundstück für eine neue Halle.“ Der Vertrag mit der ETC Betriebs GmbH solle um zehn Jahre verlängert werden, „mit der Option auf weitere fünf Jahre“.

„Drei bis vier Jahre“ könne es dauern, bis eine neue Halle fertig sei, meint der Timmendorfer SPD-Fraktionschef Jörn Eckert. „In dieser Zeit muss der Spielbetrieb natürlich aufrechterhalten werden.“

Erst einmal müssten jetzt sämtliche Hintergrundinformationen geprüft werden: „Maximale Investitionen in die alte Halle, potenzieller Erlös für das Grundstück, Reichweitenanalyse für eine neue Halle.“

Diese Prüfungen werde die SPD im nächsten Tourismusausschuss (6. November) beantragen. „Die Ergebnisse könnten dann innerhalb von drei Monaten auf dem Tisch liegen“, so Eckert.

„Eine Mehrzweckhalle wäre ein belebender Wirtschaftsfaktor.“
Aus der Mitteilung der WUB
„Unsere Fraktion spricht sich für eine Verlängerung des Pachtvertrages aus.“
Aus der Mitteilung der Grünen

Sabine Latzel

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