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Ostholstein Weniger Arbeitslose: Jobcenter setzt auf Mobilität
Lokales Ostholstein Weniger Arbeitslose: Jobcenter setzt auf Mobilität
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18:10 06.01.2018
Oldenburg

„Seit Gründung der Jobcenter im Jahr 2011 ist die Zahl der in Ostholstein gemeldeten Arbeitslosen um gut 1000 oder 25 Prozent zurückgegangen“, bilanziert Geschäftsführer Karsten Marzian, „so stark wie in keinem anderen Jobcenter in Schleswig-Holstein.“

Neben der guten wirtschaftlichen Konjunktur und der Demographie sei diese Entwicklung auch auf die Arbeitsmarktpolitik des Jobcenters zurückzuführen, ist Marzian überzeugt. Die Mobilitätsförderungen bildeten dabei einen Schwerpunkt und würden mit Erfolg umgesetzt, so der Geschäftsführer weiter.

In den vergangenen zwölf Monaten seien etwa 160 Führerscheine und rund 200 Fahrzeuge bezuschusst worden. Gut zwei Drittel (69 Prozent) aller Frauen und Männer, die ihren Führerschein mit finanzieller Unterstützung des Jobcenters gemacht hätten, hätten direkt im Anschluss Arbeit gefunden, besagt eine Analyse. Etwa 20 Prozent der Betroffenen würden sich derzeit noch auf die Führerscheinprüfung vorbereiten; lediglich zehn Prozent hätten die Übungen abgebrochen oder die Prüfung endgültig nicht bestanden.

Bei der Fahrzeugförderung liegt die Erfolgsquote laut Jobcenter sogar noch höher: Mehr als drei Viertel (79 Prozent) der Teilnehmer hätten sofort nach Erhalt des Autos eine Arbeit aufgenommen oder eine Ausbildung angefangen. Nur zehn Prozent der Betroffenen seien nach einer kurzen Beschäftigung erneut arbeitslos geworden; elf Prozent hätten keine Stelle bekommen.

Führerschein oder Fahrzeug fördert das Jobcenter Ostholstein, wenn es vom Arbeitgeber für die neue Beschäftigung eine Einstellungszusage gibt und die Arbeits- oder Ausbildungsstelle nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht werden kann. Letzteres treffe aufgrund der unregelmäßigen Arbeitszeiten beispielsweise in Pflegeberufen oder in der Gastronomie auf rund die Hälfte aller Jobs im Kreis zu, heißt es vom Jobcenter.

Der Erwerb von Führerscheinen und Fahrzeugen wird mit 1900 beziehungsweise bis zu 2000 Euro bezuschusst. Dieses Jahr investiert das Jobcenter in Ostholstein nach eigenen Angaben insgesamt zehn Millionen Euro in seine „aktive Arbeitsmarktpolitik“, davon rund 300000 Euro für Führerscheine und 400000 Euro für Fahrzeuge. „Damit helfen wir nicht nur Arbeitssuchenden, sondern auch Arbeitgebern, die dadurch neue Mitarbeiter gewinnen können“, so Karl-Hermann Paulsen, Bereichsleiter Markt und Integration.

LN

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