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Ostholstein Weniger Flüchtlinge: Stadt schließt Unterkunft Puttgarden
Lokales Ostholstein Weniger Flüchtlinge: Stadt schließt Unterkunft Puttgarden
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12:26 22.09.2016
Die Trommelgruppe von Moussa Samba sorgte für Stimmung. Später wurde in Albertsdorf sogar getanzt. Quelle: Fotos: Privat

Stark rückläufig sind die aktuellen Zahlen, die Asylkoordinator Kurt-Henning Marten im Hauptausschuss Fehmarn präsentierte. 137 Flüchtlinge werden derzeit von der Stadt betreut. Konkret: in Albertsdorf (37), Eschenweg in Burg (63), Vadersdorf (20) und privaten Unterkünften (17).

Für Albertsdorf wird ein Shuttle-Service nach Burg geplant – Gesucht werden ehrenamtliche Fahrer – Tolles Spätsommerfest mit Trommelgruppe um Moussa Samba.

Ansprechpartner Fehmarn

Asylkoordinator: Kurt-Henning Marten, Telefon 04371/506627, E-Mail an kh.marten@stadtfehmarn.de oder Faxnummer 04371/506650.

Integrationsbeauftragte: Nadine Witt, Telefon 04371/506668,

E-Mail an n.witt@stadtfehmarn.de.

Noch Anfang des Jahres ging die Inselkommune von einer Gesamtaufnahmequote von 388 bis Ende 2016 aus. Davon ist sie zur Zeit weit entfernt. Allerdings gibt es von Anfang an auch eine starke Fluktuation. Die Zahlen schwanken stark.

Fakt ist aber: Die ehemalige Grundschule Puttgarden, in der nach einem vollständigen Umbau ab Februar mehrere Dutzend Flüchtlinge untergebracht waren, wurde bereits seit August wieder geschlossen.

Die Bewohner konnten anderweitig untergebracht werden, vor allem im ehemaligen Evangelischen Freizeitheim „Martini“ in Albertsdorf.

In Puttgarden wird die Kommune – so Bürgermeister Jörg Weber (SPD) – aber erst einmal die weitere Flüchtlingssituation abwarten. Der Leerstand hat jedoch leider unerbetene Gäste angelockt – in Puttgarden wurde eingebrochen.

Unterdessen fand in Albertsdorf kürzlich ein großes Spätsommerfest statt. Haupt- und Ehrenamtliche feierten gemeinsam mit Fehmarns Flüchtlingen. „Strahlende und fröhliche Gesichter, so weit das Auge reichte. Weit über 100 Gäste waren gekommen“, berichtete hinterher die Integrationsbeauftragte Nadine Witt.

Nur die geplante Fahrradtour von den Asylunterkünften aus Vadersdorf und dem Burger Eschenweg stieß witterungsbedingt auf mageren Zuspruch. Für die meisten wurden daher Fahrgemeinschaften per Auto organisiert. Nadine Witt: „Kaum in Albertsdorf angekommen, klarte der Himmel jedoch auf und zeigte sich fortan von seiner schönsten Seite.“

Gute Voraussetzungen für ein tolles Spätsommerfest für die Fehmaraner sowie die Flüchtlinge aus Syrien, Eritrea, Somalia, Iran, Irak, Afghanistan, Armenien oder der Russischen Föderation. Es gab ein großes Buffet sowie ein Konzert von Moussa Samba und seiner Trommelgruppe, zu dem auch ausgiebig getanzt wurde.

Nadine Witt: „Auf zwei großen Schwenkgrills wurden Geflügelwurst und -Fleisch gebraten, für die Kinder gab es Stockbrot und Marshmallows am Spieß. Die meisten Flüchtlingskinder kannten diesen Brauch nicht und zeigten sich begeistert.“

Zugleich stellte sie den neuen Mitarbeiter der Stabsstelle Asyl vor, der seit dem 1. September hauptsächlich für die Asylunterkunft in Albertsdorf zuständig ist: Nuri Hasso.

Unterdessen beabsichtigt die Stadt Fehmarn, einen Shuttle-Service zwischen den Ortschaften Albertsdorf und Burg einzurichten. In erster Linie soll er Asylbewerbern und Flüchtlingen dienen, die auf Grund von Kursen oder anderen Integrationsmaßnahmen zwischen diesen Ortsteilen pendeln müssen. Dies kommt insbesondere denen zugute, die aufgrund von Kriegserlebnissen Verletzungen erlitten haben und nun mit einer Behinderung zurechtkommen müssen. Aber auch der einheimischen Bevölkerung ist mit diesem neuen Angebot, das allein über Spenden finanziert werden soll, gedient.

Daher sucht die Stadt ehrenamtlich tätige Personen, die bereit sind, einen Kleinbus mit maximal acht Fahrgästen zu fahren. Ein Personenbeförderungsschein ist nicht notwendig, der normale Führerschein (Klasse B bzw. Klasse III) genügt. Geplant sind Montag bis Freitag jeweils eine Fahrt am Morgen und eine am frühen Nachmittag.

 Gerd-J. Schwennsen

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