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Ostholstein Wenn der Gemeindegarten zum Zeltplatz wird
Lokales Ostholstein Wenn der Gemeindegarten zum Zeltplatz wird
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20:22 28.06.2013

Sechzehn Zelte stehen verteilt um den Feuerplatz, der mit urigen Baumstämmen und zurechtgesägten Holzklötzen reichlich Sitzgelegenheiten bietet. An den Eingängen der Freiluft-Behausungen hängen Nummern. „Damit man den Überblick behält, wer wo schläft“, erklärt Katharina Ahrens. Die 17-jährige Jugendgruppenleiterin ist eine von acht Jugendlichen, die sich um die 22 Kinder zwischen sechs und 13 Jahren kümmern, die am Donnerstagnachmittag im Garten des Ahrensböker Gemeindehauses Quartier bezogen haben. Außerdem helfen sieben Erwachsene bis zum Sonntag mit, die diesjährigen Kinder-Theater-Spiel- Musik-Spaß-Tage zu gestalten.

Zum vierten Mal findet die Aktion, die auch über den Ferienpass zu buchen war, statt. Pastorin Kirstin Mewes-Goeze hat sie initiiert und viele Kinder sind bereits zum zweiten, dritten oder vierten Mal dabei. Eingeteilt in fünf Gruppen nähern sie sich über Musik, Gespräche, kreatives Basteln und Gestalten dem Thema „Gut und Böse — Kinder stark machen“ an und erarbeiten für den Abschlussgottesdienst mit mehreren Taufen, der am Sonntag im Garten stattfinden soll, einen Beitrag zu diesem Motto. Dazu sind alle Besucher herzlich eingeladen. Grundlage ist ein Bibeltext aus der Offenbarung Kapitel 12. Die Beschäftigung mit Gut und Böse wird auch eine Umfrage unter den Ahrensbökern einschließen. Die Kinder werden in den Ort gehen und zum Beispiel von den Leuten wissen wollen: Was ist für sie ein Engel? „Die Kinder lernen die Kirche auf eine andere Weise kennen und setzen sich mit Fragen wie ,Was ist Gott?‘ auseinander“, sagt Christiane Ahrens, Mutter und Betreuerin. An den Abenden versammeln sich alle gemeinsam in der Kirche und beenden den Tag damit, für alles, was schön war, eine Kerze anzuzünden und für das, was nicht gefallen hat, einen Stein hinzulegen. So entstehe Nähe, es wachse der Mut, sich zu öffnen und es bildeten sich Freundschaften.

Neben der Gruppenarbeit bleibt im Camp viel Zeit zum Spielen, aber die Kinder werden auch in die Pflicht genommen und müssen sich um den Abwasch oder das Tischdecken kümmern. Als Auftaktessen gab es übrigens die obligatorischen Nudeln mit Tomatensoße, die Suppen kochen die Frauen vom Besuchsdienstkreis, und am Sonnabend soll rund um das Lagerfeuer gegrillt werden.

Und natürlich gehört auch das allabendliche Getuschel in den Schlafsäcken dazu, bis dann gegen Mitternacht Ruhe einkehrt. „Zumindest am ersten Abend — an den weiteren sind die meisten dann doch müde“, erzählt Christiane Ahrens. Auch das Betreuerteam ist nach den vier Tagen ein bisschen geschafft. Aber: „Das, was die Kinder einem geben, ist etwas, was man mitnimmt und was einen aufbaut.“

LN

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