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Ostholstein Wer hat auf die Katze „Carla“ geschossen?
Lokales Ostholstein Wer hat auf die Katze „Carla“ geschossen?
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17:46 08.10.2016
Seit der Operation trägt „Carla“ einen Schutz-Kragen. Die große, graue Katze erholt sich langsam von dem Schuss, bei dem ihr Darm durchlöchert sowie Milz und Leber verletzt wurden. Quelle: Fotos: S. Latzel
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Lebatz

Gibt es einen Katzenfeind in Lebatz – oder jemanden, der einfach gern mal zum Gewehr greift? „Wir haben jetzt ein ungutes Gefühl“, sagen Stefanie und Andreas Mahnke, die in der 150-Einwohner-Dorfschaft in der Gemeinde Ahrensbök wohnen. Der Grund: „Carla“, die Katze des Ehepaares, ist am vergangenen Wochenende angeschossen worden und hat ihre Verletzungen nur knapp überlebt.

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Seit der Operation trägt „Carla“ einen Schutz-Kragen. Die große, graue Katze erholt sich langsam von dem Schuss, bei dem ihr Darm durchlöchert sowie Milz und Leber verletzt wurden.

„Dieses Projektil ist keine harmlose Luftgewehr-Munition.“ Andreas Mahnke, Katzen-Besitzer

„Es war am Sonnabend, 1. Oktober“, berichtet Andreas Mahnke. „Wir waren ab 16 Uhr nicht mehr zu Hause.“ „Carla“, eine große, graue Katzendame, kann durch ihre Katzenklappe ein und aus gehen, wie sie mag. „Sie bewegt sich in einem Radius von etwa 300 Metern ums Haus“, schätzen ihre Besitzer, „sie muss also innerhalb des Ortes unterwegs gewesen sein.“ Als die Mahnkes gegen 22 Uhr wieder nach Hause kamen, fanden sie das fünf Jahre alte Tier im Schlafzimmer in einer Blutlache. „Wir waren geschockt und haben sie sofort zum Tierarzt gebracht“, erzählt Andreas Mahnke.

„Carla“ wurde operiert, wobei der Tierarzt ein Projektil im Bauchraum der Katze entdeckt habe. Das Ehepaar Mahnke fuhr daraufhin zur Polizeistation Ahrensbök und erstattete Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Dort heißt es unter Paragraf 17: „Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer (...) einem Wirbeltier aus Rohheit erhebliche Schmerzen oder Leiden (...) zufügt.“

Bei der Polizei erfuhren die Mahnkes, dass es sich bei dem Projektil um einen sogenannten Diabolo-Rundkopf handelt, „der hat eine hohe Durchdringungswirkung, das ist keine harmlose Luftgewehr-Munition“, so Mahnke. „Carlas“ Darm sei von dem Geschoss sechsmal durchlöchert worden, zudem seien Milz und Leber des Tieres verletzt.

Die Katze wäre beinahe gestorben, berichten ihre Besitzer, „doch die Operation ist schließlich gut verlaufen“. Jetzt hoffen die Mahnkes, dass sich „Carla“ wieder vollständig erholt. Gleichzeitig macht ihnen der Vorfall sehr zu schaffen. „Wir möchten niemanden verdächtigen“, sagen sie, „und wir können uns hier auch niemanden vorstellen, der das getan haben könnte.“ Doch es bleibe dabei, dass jemand auf „Carla“ geschossen habe. „War das ein Katzenhasser?“, fragen Stefanie und Andreas Mahnke. „Oder gibt es jemanden, der hier im Ort herumballert?“ Beschwerden über die Katze habe es nie gegeben, versichern sie.

Neben all der Sorgen und Befürchtungen steht den Mahnkes außerdem eine beachtliche Tierarzt-Rechnung ins Haus. „Das Ganze wird vermutlich bis zu 2500 Euro kosten“, schätzt Andreas Mahnke. Auf der einen Seite sei es selbstverständlich, diese Summe zu zahlen, „,Carla‘ ist schließlich ein Familienmitglied.“ Auf der anderen Seite sei es eben eine Menge Geld, die der Schuss des oder der Unbekannten auf das Tier jetzt kostet.

Wer Angaben zu dem Vorfall machen kann, der sich am Sonnabend, 1. Oktober, zwischen 16 und 22 Uhr in Lebatz zugetragen haben soll, wird gebeten, sich bei der Polizeistation Ahrensbök unter Telefon 04525/1328 zu melden.

LN

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