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Ostholstein Werbeaktion für Wehr Bosau-Kleinneudorf
Lokales Ostholstein Werbeaktion für Wehr Bosau-Kleinneudorf
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21:13 14.11.2017
Die Feuerwehr Bosau-Kleinneudorf bietet ihren Mitgliedern ein breites Spektrum an Aufgaben. Sogar auf dem Wasser ist die Wehr im Einsatz, um ihren Mitmenschen zu helfen. Quelle: Foto: Düvell-Veen
Bosau

Diesen Weg ist die Gemeinde jetzt auch in Bosau und Kleinneudorf gegangen. Nach Angaben von Bürgermeister Mario Schmidt (parteilos) erhielten alle Einwohner zwischen 18 und 55 Jahren Post von der Gemeinde. Ortswehrführer Bastian Wroblewski vermeldet erste Erfolge. Ein Mann und eine Frau haben sich bereits zum Feuerwehrdienst angemeldet.

In der Gemeinde Bosau wird wieder um Feuerwehrleute geworben. Diesmal ist es die Ortswehr Bosau-Kleinneudorf, die ihre Reihen auffüllen will und muss. Bereits im Februar hatte eine Werbeaktion für die Feuerwehr Majenfelde-Quisdorf Erfolg. Damals wurden alle Einwohner angeschrieben.

Ganz so brenzlig wie in Majenfelde-Quisdorf ist die Situation in der Wehr Bosau-Kleinneudorf noch nicht. Aber Wroblewski will rechtzeitig aktiv werden. „Wir erfüllen noch die gesetzlichen Bestimmungen. Aber wird sind in einer Altersregion, wo wir gegensteuern müssen“, sagt der Ortswehrführer. „Sonst haben wir bald die gleiche Situation wie in Majenfelde.“ Zurzeit verfügt die Wehr über 21 aktive Mitglieder, 28 bis 30 wären die ideale Größe. Sechs von den 21 sind Atemschutzgeräteträger, zehn sollten es schon sein. Einer der jetzigen ist Wroblewski selbst. Wenn es nötig ist, legt er das Atemschutzgerät an und übergibt die Einsatzleitung an seinen Stellvertreter Ulrik Strauer.

Weil er Probleme mit der Einsatzstärke heraufziehen sieht, hat sich Wroblewski an Gemeindewehrführer Andreas Riemke und Bürgermeister Schmidt gewandt. „Wir nehmen auch die Gemeindevertretung in die Pflicht, die für den Brandschutz zuständig ist.“ Zwar habe Bosau das große Glück, eine tolle Gemeindevertretung zu haben, die die Feuerwehren gut ausstattet. „Aber mit Geld kann man nicht alles bewirken, vor allem nicht Leute finden, die den Brandschutz sicherstellen“, sagt Woblewski. Er sieht das Problem auch in einer gesellschaftlichen Entwicklung und bringt sie so auf den Punkt: „Helfen oder doch lieber Playstation spielen?“

Wroblewskis Forderung: „Warum nicht mal sagen: Was können wir den Leuten bieten, die in die Feuerwehr gehen?“ Dazu wünscht er sich mehr Ideen vom Landesfeuerwehrverband, dass effektiver an die Mitgliederwerbung herangegangen werde. „Tage der offenen Tür ziehen nicht mehr, Feuerwehrfeste ziehen nicht mehr, da muss etwas Neues ran.“

Auch Bürgermeister Schmidt sieht in den Hängepartien um die Einsatzstärken der Feuerwehren ein Problem der Zeit. In einer Großgemeinde wie Bosau mit acht Wehren komme es immer mal wieder vor, dass es bei einer Ortswehr eng wird. Mit insgesamt über 200 Feuerwehrleuten auf 3400 Einwohner stehe die Gemeindewehr Bosau zwar nicht schlecht da. Aber angesichts weiter Wege müsse auch an die vorgegebenen Alarmzeiten, das Einhalten der Hilfsfrist gedacht werden. Für die Wehr Bosau-Kleinneudorf komme noch hinzu, dass in Bosau durch Hotels, Gaststätten und das DJO-Ferienheim ein größeres Gefährdungspotential vorliege. Anderseits komme bei Bosau erschwerend hinzu, dass viele dort hinziehen, um dort ihren Lebensabend zu verbringen. Schmidt: „Die fallen für die Feuerwehr weg.“

Starke Jugendwehr

32 Mitglieder hat die Jugendfeuerwehr Bosau zurzeit und ist damit die viertgrößte Jugendwehr im Kreis Ostholstein. Drei Jugendfeuerwehrleute treten im Januar in aktive Wehren über: in die von Thürk, Majenfelde- Quisdorf und Hutzfeld-Brackrade.

Alle acht Ortswehren in der Gemeinde Bosau werden in den nächsten Jahren von der Jugendwehr neue Mitglieder bekommen, kündigt Jugendwart Alexander Daum an. „Wir haben keine Wehr, die kein Kind bei uns hat.“

Kontakt: Wer sich für die Jugendfeuerwehr interessiert, kann sich an den Jugendwart, Tel. 0151/42112193, wenden.

Susanne Peyronnet

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