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Ostholstein Westerntreffen: Cowboys und Indianer erobern Oldenburg
Lokales Ostholstein Westerntreffen: Cowboys und Indianer erobern Oldenburg
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20:31 01.09.2016
Peter Hahn (l.) und Hans Ulrich Hopp in der Western-Stadt, die die Oldenburger Sportschützen selbst gebaut haben. Quelle: Fotos: Binder

wird zum Wilden Westen: Cowboys und Indianer bevölkern beim mittlerweile 14. Westerntreffen den Schützenplatz. Heute und morgen wird das Preisschießen ausgetragen. Auch Besucher dürfen sich – natürlich nur unter fachlicher Aufsicht – an den historischen Waffen versuchen; außerdem erwarten sie jeweils ab 10 Uhr Händler, Handwerker, Ausstellungen und Kulinarisches.

Zeltlager und Western-Stadt auf dem Schützenplatz – Heute und morgen Preisschießen mit historischen Waffen – Auch Besucher dürfen mitmachen.

Handwerk, Mode und Kulinarisches

Besucher sind heute und morgen ab 10 Uhr willkommen. Neben dem Vorderlader- und Westernschießen gibt es unter anderem eine Händlermeile, ein Schmied gibt Einblick in seine Arbeit, und eine Ausstellung zeigt die Mode der Indianer und mehr. Grillgut und Kuchen werden angeboten, abends wird ein Lagerfeuer entfacht.

• Mehr :sportschuetzen-oldenburg.de.

Diverse Zelte und Hütten stehen schon, heute sollen noch weitere dazukommen. Organisator Peter Hahn von den Oldenburger Sportschützen erwartet insgesamt etwa 70 Teilnehmer aus ganz Deutschland, die vergangene Epochen wieder lebendig werden lassen wollen. Mit dabei sind auch Preußen und Soldaten des amerikanischen Bürgerkrieges, die die Besucher auf geschichtliche Zeitreisen mitnehmen.

„Living history“, sagt Peter Hahn, zu Deutsch: gelebte Geschichte. Er selbst hat – wie einige weitere Schausteller – sein Zelt im Lager schon vor einer Woche aufgebaut. Nach Krieg sieht es dort allerdings kein bisschen aus, obwohl bereits die unterschiedlichsten Gruppen vertreten sind. Stattdessen wirkt die Szenerie idyllisch: Unter den Vorzelten stehen mit Fellen bedeckte Stühle, auf denen Cow- boys, Indianer und Soldaten friedlich zusammensitzen und plaudern, neben Feuerstellen sind Töpfe und Pfannen aufgereiht, allerlei Handwerkszeug ist zu sehen und überall hängen Laternen. Es sieht gemütlich aus.

Und das „muss es auch sein“, betont Organisator Hahn, „wenn wir es hier eine Woche aushalten wollen“. Denn: Um das Ganze möglichst authentisch zu gestalten, übernachten die Hobby-Historiker auch in ihren Zelten. Körperpflege wird ebenfalls vor Ort betrieben: Die Sportschützen haben eigens spezielle Kabinen mit Waschvorrichtungen aus Gartenschläuchen gebaut und sogar eine Dusche konstruiert – mit Warmwasser, auch wenn das nicht 100-prozentig originalgetreu ist. „Wir machen ein paar kleine Ausnahmen“, verrät Peter Hahn schmunzelnd. Immerhin seien die ältesten Teilnehmer des Westerntreffens weit älter als 70 – da dürfe ein wenig Komfort dann doch sein.

Wie die sanitären Anlagen ist auch das Westerndorf neben dem Zeltlager von den Oldenburger Vorderladerschützen selbst gebaut. „Bei uns gibt es noch ein aktives Vereinsleben“, berichtet Peter Hahn nicht ohne Stolz. Der große Zeitaufwand des Hobbys sei allerdings leider auch der Grund, weshalb es sehr schwierig sei, jüngere Leute für das Thema zu begeistern.

Die Veranstalter hoffen, dass heute und morgen auch ein paar „Western-Neulinge“ vorbeischauen. „Jeder, der Lust hat, ist herzlich eingeladen, sich umzuschauen“, sagt Peter Hahn. Es gebe „viel zu entdecken“, frohlockt er, „wir haben für unsere Besucher allerhand vorbereitet“.

Jennifer Binder

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