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Ostholstein Wettbewerb für Integrationshotel startet
Lokales Ostholstein Wettbewerb für Integrationshotel startet
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21:10 29.08.2018
„Ich bekomme sehr viel Zuspruch für unser Vorhaben. Reinhard Sohns Geschäftführer der „Ostholsteiner“
Eutin

In dem Hotel sollen 25 Menschen beschäftigt werden. Elf Arbeitsplätze sind für Menschen mit Behinderung vorgesehen. „Damit sind die Quote und die steuerlichen Anforderungen zur Anerkennung als gemeinnütziger Zweckbetrieb erfüllt“, erklärt „Ostholsteiner“-Geschäftsführer Reinhard Sohns. Martin Bünk hat in den vergangenen Monaten ein Konzept und eine Wirtschaftlichkeitsstudie für das Eutiner Hotel erstellt. Er hat selbst Inklusionshotels betrieben und ist jetzt für Coaching und Management für Inklusionshotels (Inc’otels) zuständig. Konzept und Studie sind Voraussetzung dafür, dass die „Ostholsteiner“, deren Gesellschafter der Paritätische Wohlfahrtsverband und die Lebenshilfe Ostholstein sind, für das Hotel in Eutin Zuschüsse bei der „Aktion Mensch“ und beim Integrationsamt beantragen können. Nach Bünks Berechnungen, so berichtet Reinhard Sohns, werde das Integrationshotel ab dem zweiten Jahr nach der Eröffnung wirtschaftlich arbeiten.

Vorgesehen sind circa 40 Zimmer in vier Ausstattungskategorien: Economy-, Wohlfühl-, Wellness- und Rolli-Zimmer. Ebenfalls geplant: ein Wellness-Bereich, ein Restaurant mit 50 bis 70 Plätzen, eine Lounge/Bar, ein Bankettraum für Feiern mit 60 bis 80 Personen und eine Terrasse mit Blick auf den Großen Eutiner See und das Schloss. Nach Angaben von Reinhard Sohns soll das Hotel mindestens im Bereich 3-Sterne-Superior angesiedelt sein – mit marktüblichen Zimmer-Preisen. Die Klassifizierung solle durch den Dehoga (Deutscher Hotel- und Gaststättenverband) vorgenommen werden. Der Neubau soll 1800 Quadratmeter Nutzungsfläche haben und wird auf einem Grundstück von 3800 Quadratmetern entstehen. „Das genehmigte Baufenster muss gar nicht ausgereizt werden“, sagt Sohns und verweist darauf, dass ja nicht ebenerdig gebaut werden solle.

Den Architektenwettbewerb, den Reinhard Sohns der Stadt versprochen hat, betreut und organisiert die D&K Drost Consult GmbH aus Hamburg. Vier Architektur-Büros (eines aus Dänemark, die anderen aus dem norddeutschen Raum) hätten bereits zugesagt, zwei weitere seien angefragt, sagt Sohns. Die Auslobung wird den Teilnehmern ab dem 27. September zugesandt. Für den 11. Oktober ist in Eutin ein sogenanntes Rückfragenkolloquium angesetzt. Dabei können die beteiligten Büros noch offene Fragen klären. Bis zum 26. November müssen sie ihre Entwürfe und Modelle einreichen. Das Preisgericht wird am 19. Dezember tagen. „Das bedeutet, dass das Verfahren während der Laufzeit des Anhandgabevertrages abgeschlossen ist“, sagt Reinhard Sohns.

Diesen, bis Ende 2018 befristeten, Anhandgabevertrag hatte das gemeinnützige Unternehmen „Die Ostholsteiner“ mit der Stadt Eutin abgeschlossen. Er regelt, dass das Grundstück an der Eutiner Stadtbucht (dort stand ehemals das Haus des Gastes), dessen Eigentümer die Stadt ist, von den „Ostholsteinern“ beplant werden kann.

Das Preisgericht wird aus Sach- und Fachpreisrichtern bestehen. „Auf diese Weise werden die eingegangenen Entwürfe einerseits von Architekten geprüft. Andererseits sind als Sachpreisrichter auch Vertreter Eutins einbezogen“, schildert Reinhard Sohns. Einer der Fachpreisrichter wird der Eutiner Bauamtsleiter Henning Schröter sein. Bürgermeister Carsten Behnk ist als Sachpreisrichter dabei.

Von Ulrike Benthien

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