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Ostholstein Wettkampf der Spürnasen: Hovawarts auf Fährtensuche
Lokales Ostholstein Wettkampf der Spürnasen: Hovawarts auf Fährtensuche
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20:13 15.10.2016
Ende der Suche durch Feld und Flur: Hier hat Matthias Kock (Heiligenhafen) mit seinem Hovawart „Cello“ bei Sturm und Regen die Fährtensuche geschafft. Links Leistungsrichter Wolfgang Dill. Quelle: Fotos: Lothert (3)

Es war ein feuchter und stürmischer Start für die Deutsche Meisterschaft (DM) für Fährtenhunde der Rasse Hovawart. 17 Hundeführer aus ganz Deutschland gingen gestern mit ihren vierbeinigen Gefährten in Neukirchen an den Start. Und von diesen 17 kommen zwei Hovawart-Hundeführer aus Heiligenhafen: Matthias Kock und Uli Völter vom Schutz- und Gebrauchshundeverein. Der Titelkampf wird am heutigen Sonntag bei der Fährtensuche in Krummbek (Kreis Plön) entschieden.

Bei der Deutschen Meisterschaft für Fährtenhunde traten 17 Hundeführer aus ganz Deutschland an. Heute geht es um den Titel.

Dass zwei Heiligenhafener dabei sind, ist allein schon eine bemerkenswerte Leistung. „Denn die Teilnehmer werden in sechs Qualifikationsprüfungen in ganz Deutschland ermittelt“, erläuterte Christine Köser-Steen von der Organisationsleitung des Rassezuchtvereins für Hovawart-Hunde (RZV), der derzeit 5400 Mitglieder zählt. Die Teilnehmer des ersten Tages der Meisterschaft stammten neben Heiligenhafen aus ganz Deutschland, von Bayern bis Berlin. Die Organisation vor Ort leitete Matthias Kock von der Übungsgruppe Heiligenhafen, bei der er Ausbilder ist. Die Startbasis war der Georgshof von Georg Weilandt in Neukirchen.

Die Fährte bei der Flächensuche hatte eine Länge von rund zwei Kilometern und wurde drei Stunden vor Beginn gelegt. Aufgabe der Hunde war es, die Fährte von Anfang bis Ende aufzunehmen, ohne den Kopf zu heben – außer, wenn sie die sieben gesuchten Teile aufnehmen. Insgesamt konnten 100 Punkte je Fährte erzielt werden. Die erste Prüfung startete am Vormittag, eine zweite folgte am Nachmittag.

Jede dieser Fährtensuchen fordert den Hovawarts alles ab. Begleitet werden die Hundeführer von unabhängigen Leistungsrichtern wie Wolfgang Dill. Fährtenleger waren Rudolf Bungereit aus Neumünster und Niko Süfke aus Lübeck vom DVG (Deutscher Verband für Gebrauchshunde). Erstaunlicherweise lassen sich die Hunde durch den Regen nicht von der Spur ablenken.

Wenn ein Hund bei einem solchen Wettkampf antritt, ist dem zuvor jahrelanges Training vorausgegangen. Kock: „Die Ausbildung als Fährtenhund beginnt schon bei den zehn bis elf Wochen alten Hovawart-Welpen.“ Nach intensiver Trainingsarbeit können die Hunde dann nach vier bis fünf Jahren auch bei einer Deutschen Meisterschaft eingesetzt werden. „Es ist für uns ein Hobby-Sport, der viel Spaß bereitet – aber doch auch ziemlich zeitintensiv ist“, so der Ausbilder weiter. „Ohne die Unterstützung der Gemeinde und die der Landwirte wäre eine solche Veranstaltung auf einem Fährtengelände von mehreren hundert Hektar nicht möglich“, sagt Kock, der eine Hovawartzucht in Göhl betreibt.

Gunter Lothert

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