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Ostholstein Wi mookt dat! Landjugend Neustadt und Fehmarn aktiv
Lokales Ostholstein Wi mookt dat! Landjugend Neustadt und Fehmarn aktiv
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19:12 19.05.2017
Etliche Mitglieder der Neustädter Landjugend packen kräftig mit an. Nur für das Foto legten sie gestern eine kurze Pause ein. Quelle: Foto: Rosenkötter

Die Neustädter sind absolute Neulinge, die Fehmaraner dagegen bereits erfahren. Allerdings treten sie nach drei Jahren Pause mit einer ganz neuen Mannschaft an. Zum Start ließen sie sich auch durch heftige Regenschauer nicht erschüttern. Mit über 30 Landjugend-Gruppen aus ganz Schleswig-Holstein beteiligen sich die Insulaner und die Neustädter an einer 72-Stunden-Aktion.

Landesweite 72-Stunden-Aktion endet Sonntag um 18 Uhr.

„Auf diese Aktion bin ich stolz.Werner Schwarz

Bauernverband SH

6 Runden hat es bisher in Schleswig-Holstein gegeben. 1999 fand die erste 72-Stunden-Aktion statt, damals sogar noch bundesweit. Fehmarn war dabei.

Wegweiser

In Burg fährt oder geht man in der Mühlenstraße bis zum alten Bahndamm. Danach etwa 150 Meter Fußweg.

Groß Schlamin liegt zwischen Neustadt und Lensahn. Der Bolzplatz befindet sich am Postweg, gleich hinter den Bahngleisen.

Unter dem Motto „Wi mookt dat!“ gilt es, binnen drei Tagen – also bis Sonntagabend – jeweils ein lokales Projekt zu bewältigen. In Burg soll das bislang brach liegende Gelände rund um ein Regenrückhaltebecken an der alten Bahntrasse in ein Naherholungsgebiet verwandelt werden. Und die Landjugend Neustadt und Umgebung kümmert sich seit gestern um einen verwahrlosten und lange nicht mehr genutzten Bolzplatz in Groß Schlamin (Gemeinde Schashagen).

Landesweit machen über 1000 junge Menschen mit. Unter der Schirmherrschaft von Wetterexperte Meeno Schrader will der Landesjugendverband damit die gesellschaftliche Bedeutung von ehrenamtlichem Engagement demonstrieren und jungen Menschen konkrete Möglichkeiten bieten, ihr Lebensumfeld mitzugestalten. Der besondere Clou daran: Bis Donnerstagabend blieb die Aufgabe für alle noch streng geheim.

Jetzt läuft der Countdown. Die Neustädter haben bereits gestern Vormittag mit der Umsetzung ihres Projekts begonnen. Da Rasenmäher keine Chance hatten, musste die ehemalige Spielfläche des Bolzplatzes mit einem Trecker gemäht werden. Anschließend wurden die Knicks bearbeitet, das alte Abfangnetz zum angrenzenden Feld weggerissen und die Tore entfernt. Der Vorteil der fleißigen Akteure, viele von ihnen arbeiten selbstständig in der Landwirtschaft, verfügen über große Maschinen. „Sonntag wollen wir den Rasen walzen, damit es eben wird“, erläutert Hannes Bumann (21). Zudem sollen neue Tore gebaut, Sandkästen hergestellt und eine alte Hütte auf Vordermann gebracht werden. „Früher – vor mindestens zehn Jahren – haben sich ein paar Jungs aus dem Dorf um den Platz gekümmert. Aber hier ist lange nichts passiert“, so Bumann.

Auf Fehmarn sind durch frühere Aktionen der alte Thingplatz in Puttgarden wiederbelebt oder eine Schutzhütte am Radweg kurz vor Lemkendorf entstanden. Diesmal dürfen sich Radfahrer, Spaziergänger und Sportler freuen. An der alten Bahntrasse in Richtung Burgstaken wird eine verwaiste Grünfläche am Regenrückhaltebecken in ein „kleines Naherholungsgebiet“ verwandelt, so Sascha Deisinger (Stadtwerke Fehmarn).

Erste Aktion: Die bislang abgesperrte Zuwegung ist jetzt zugänglich. Damit es hier künftig sicher bergrunter geht, soll ein Handlauf installiert werden. „Rund um den Teich entsteht bis Sonntagabend ein Rastplatz mit Tisch und Bänken“, erklärte gestern Michel Weiland. Zu diesem frühen Zeitpunkt wurden erst einmal die Holzmaterialien herangeschafft. Bis zu 30 Kräfte werden bis Sonntag im Einsatz sein. Denn auch ein Sichtschutz für die Anwohner und Ausbesserungen am Zaun stehen auf der Aktionsliste, bevor auf der Grünfläche das erste Picknick stattfinden kann und Sonntag um 18 Uhr der erfolgreiche Abschluss der Aktion gefeiert wird.

Gerd-J. Schwennsen und Sebastian Rosenkötter

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