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Widersprüche im Kabelhorster Mordprozess

Kabelhorst/Lübeck Widersprüche im Kabelhorster Mordprozess

Eheleute warfen sich gegenseitig vor, durch mangelnde Hygiene die Gesundheit ihrer Kinder zu gefährden.

Kabelhorst/Lübeck. Gegensätzliche Aussagen im Kabelhorster Mordprozess: Der getötete Familienvater Jean-Claude T. habe durch mangelnde Hygienemaßnahmen die Gesundheit seiner Söhne gefährdet, zitierte gestern ein Familienberater vor dem Lübecker Landgericht die Kinderärztin der Familie. Zuvor hatten Freunde von T. noch erzählt, dieser habe eben das seiner Frau vorgeworfen.

Die 43-Jährige hat gestanden, im Oktober 2015 ihren Mann erstochen zu haben (die LN berichteten). Am gestrigen vierten Verhandlungstag (Fortsetzung 3. Juni) wurde unter anderem ein Diplom- Psychologe vom Neustädter Familienzentrum des Kinderschutzbundes als Zeuge gehört. Der Familienberater berichtete von einem Besuch bei der jetzigen Angeklagten im Sommer 2015. Sie habe sich an die Hilfseinrichtung gewandt, weil sie sich offenbar Sorgen um ihre Kinder gemacht habe. „Sehr erregt und verzweifelt“ habe die gelernte Krankenschwester ihm geschildert, dass ihr Mann ihre Einwände nicht ernst nehme. Die (heute zwei und vier Jahre alten) Söhne hätten auf Anweisung des Vaters zusammen mit den Eltern von einem Teller essen müssen; auch habe T. es zum Beispiel abgelehnt, jedem ein eigenes Handtuch zuzugestehen.

Die Kinderärztin der Familie habe ihm gegenüber bestätigt, dass sie bereits mehrfach Gespräche mit T. zu diesem Thema geführt habe, sagte der Psychologe vor Gericht. Auf Bitten der Mutter – die den Kontakt zum Familienzentrum vor ihrem Mann offenbar geheim gehalten hat – habe er die Medizinerin angerufen. Letztere habe sich „skeptisch“ gezeigt, dass ihre Hinweise bei T. fruchten würden.

Freunde hatten zuvor berichtet, dass es vielmehr die Mutter gewesen sei, die etwa beim Essen auf Teller und Besteck verzichtet habe. T. habe sich geärgert, dass sie sich geweigert habe, sich hiesigen Standards anzupassen (beide Eheleute hatten afrikanische Wurzeln). Auch soll er sich beschwert haben, dass seine Frau die Kinder nicht oft genug geduscht habe.

jen

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