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Ostholstein Widerstand gegen Angelverbot im Fehmarnbelt wächst
Lokales Ostholstein Widerstand gegen Angelverbot im Fehmarnbelt wächst
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21:06 04.05.2016
Ob beim Angelverbot schon mal jemand an die Möwen gedacht hat, für die jede Angelfahrt ein gut gedeckter Tisch ist? Quelle: Mathias Otto

 Die Entscheidung im Bundestag soll voraussichtlich im Juni fallen, die Zeit dränge also, betonten jetzt die Teilnehmer einer von der FDP veranstalteten Diskussionsrunde im Hotel „Stadt Hamburg“ in Heiligenhafen.

 

Jens Meyer von der Egoh zeigt eine Karte mit den vorgesehenen Angelverbotszonen. Quelle: M. Kirchner

Betroffen sehen sich nicht nur die Schiffseigner, sondern auch die Verkäufer von Angelzubehör in den Küstenorten und das Vermietergewerbe, insbesondere auch die Campingplatzbetreiber, wie in der vom FDP-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag Manfred Breiter geleiteten Diskussion deutlich wurde.

Manfred Wohnrade, Geschäftsführer der Heiligenhafener Verkehrsbetriebe, erklärte, dass das Hochseeangeln neun Prozent des touristischen Umsatzes im Ort ausmache und dass bei einem Angelverbot pro Jahr rund 50000 Gäste in der Stadt wegfallen würden.

Die zu dieser Veranstaltung eingeladene FDP-Bundestagsabgeordnete Christel Happach-Kasan hatte zum Bedauern der Veranstalter kurzfristig abgesagt. Oliver Kumbartzky als Sprecher der FDP-Landtagsfraktion berichtete, dass in Kiel bereits ein Beschluss gegen das Angelverbot gefasst worden sei mit dem Tenor, dieses Verbot diene nicht dem Schutz der Natur sondern gefährde nur die Akzeptanz des Naturschutzes in der Bevölkerung. Manfred Breiter betonte, man müsse rechtzeitig bei den Bundestagsabgeordneten der Region Druck machen und auf die Auswirkungen hinweisen.

Jens Meyer von der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (Egoh) vertrat die Meinung, es gehe in dieser Sache in Berlin nur darum, der Forderung der EU Genüge zu tun und irgendein Verbot auszusprechen, weil es sich beim Fehmarnbelt um ein FFH-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat) handele. Zunächst habe es geheißen, der Schweinswal solle dort geschützt werden, erinnerte er, dann seien es plötzlich die Sandriffe gewesen und jetzt befürchteten die Naturschützer im fernen Berlin auf einmal, die Angler könnten Gerät verlieren, das dann auf dem Meeresboden andere Tiere gefährden könnte. „Dann sollten sie dort lieber erstmal die unsäglichen Munitionsreste aus dem letzten Weltkrieg beseitigen“, führte Hartwig Kölln an. Auch die Kutterbetreiber aus Heiligenhafen und Burgstaaken hatten für solcherlei Argumente nur ein Lachen übrig. Der Dorschfang sei durch die Quote ausreichend reguliert, meinten die Kuttereigner.

Von Michael Kirchner

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