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Ostholstein Wie soll Oldenburg aussehen? Visionen beim Stadtspaziergang
Lokales Ostholstein Wie soll Oldenburg aussehen? Visionen beim Stadtspaziergang
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20:45 23.05.2016
Neustadts Bürgervorsteher Sönke Sela interessierte sich für das Rallye-Fahrzeug von Holtfester und Steinfeld. Quelle: Gunter Lothert

Am Wochenende hatten Oldenburger Bürger die Gelegenheit, bei einem gemütlichen Spaziergang durch das „Untersuchungsgebiet aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ mit Bauamtsleiter Stefan Gabriel und Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) ins Gespräch zu kommen.

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Neustadts Bürgervorsteher Sönke Sela interessierte sich für das Rallye-Fahrzeug von Holtfester und Steinfeld.

„An dieser Stelle wollen wir keine Einfamilienhäuser.“ Bürgermeister Martin Voigt,

in der Schuhstraße

Beginnend am Kino in der Schuhstraße erläuterte der Bauamtsleiter, welche Voraussetzungen nötig seien, um die Städtebauförderung von Bund und Land zu erhalten. Ziel der Förderung sei es, sogenannten Funktionsverlusten durch gewerblichen Leerstand zu begegnen. „Den Oldenburger Graben damit schiffbar zu machen, wird schwierig“, so Gabriel mit einem Schmunzeln auf die Nachfrage eines Bürgers.

Siegmar Witzleben, engagiert in der Senioren Union, würde sich mit Blick auf die Arbeitsplätze an dieser Stelle einen Vergnügungspark wie in Sierksdorf wünschen. Dazu der Bauamtsleiter kritisch: „In Deutschland wird jeden Tag die Fläche von 100 Fußballfeldern versiegelt. Außerdem sind 50 Prozent der Mitarbeiter dort Saisonkräfte. Für Oldenburg wünschen wir uns etwas anderes.“

Die Schuhstraße Richtung Innenstadt gehend erläuterte Gabriel, wie man mit dem Leerstand umgehen wolle: Da Investoren größere Grundstücke suchten, wolle man hier einige zusammenfassen und eine bis zu dreistöckige Bebauung erlauben. Darin könnten unten Einzelhandelsflächen und darüber Wohnungen entstehen. Dazu der Bürgermeister: „An dieser Stelle wollen wir keine Einfamilienhäuser.“ Auch mit Hinblick auf eine Belebung der noch vorhandenen Geschäfte in der Innenstadt sei eine Erhöhung der Wohndichte wünschenswert.

Dies gelte gerade im Hinblick auf die Demografie, so Gabriel. Oldenburg sei doppelt betroffen: Neben einer ohnehin schon älter werdenden Bevölkerung zögen noch zusätzlich Senioren aus dem Bundesgebiet nach Ostholstein, um hier ihren Ruhestand zu verbringen. Barrierefreies Bauen habe daher Priorität.

Viel zu tun gebe es auch in Richtung Hopfenmarkt. „Wir stehen hier an einem sonnigen Samstagnachmittag und die Innenstadt leert sich bereits“, stellte der Bauamtsleiter fest. Sie sei also noch nicht so attraktiv, wie man das gerne hätte. „Sie können mit Ihrem Kaufverhalten lenken“, appellierte er an die zahlreich erschienenen Bürger – lenken in Richtung Innenstadt oder eben in Richtung Discounter vor der Stadt oder Internet. Themen, über die sich auch Jutta Waldt aus Kleinwessek Gedanken macht: „Ich überlege, aus Altersgründen in eine barrierefreie Wohnung in Oldenburg zu ziehen“, so die 75-Jährige.

Bevor sich der Spaziergang durch die Kuhtorstraße bis an den Schauenburger Platz fortsetzte, ging es noch ins Rathaus, wo eine Plakatausstellung die Ergebnisse der Kinder- und Jugendrallye dokumentierte: Die Schüler der Oldenburger Schulen haben auf ihren Arbeiten festgehalten, welche Stellen ihnen in der Innenstadt besonders gut gefallen und wo ihrer Meinung nach noch Verbesserungspotenzial besteht.

„Automeile“ zeigt Vielfalt auf dem Markt

Die traditionelle „Automeile“ auf dem Neustädter Marktplatz und der verkaufsoffene Sonntag haben am Wochenende viele Besucher angelockt. Bei der Autoschau der Firmen Autohaus Bruno Egler, Auto Hagen, Autohaus Herzog, Autohaus Lange und Süverkrüp+Ahrendt, Autohaus Kolb und Autohaus Senger wurde ein Überblick über das vielfältige Fahrzeugangebot der Neustädter Händler vom Kleinwagen bis zur Luxuslimousine geboten. Doch nicht nur Fahrzeuge waren zu begutachten. Für Kinder gab es eine Hüpfburg und ein Karussell, auch ein Segway-Parcours war aufgebaut. Für musikalische Unterhaltung sorgte das Trio „Gesine and Friends“. gl

Marc R. Hofmann

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