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Ostholstein Wikinger im Wallmuseum: NDR dreht Kinder-Film mit "Didi" Hallervorden
Lokales Ostholstein Wikinger im Wallmuseum: NDR dreht Kinder-Film mit "Didi" Hallervorden
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10:29 01.06.2016
Gespannt warten die Wikinger vor der Kamera darauf, dass das System vorgestellt wird, das Wasser ins Dorf bringen soll. Quelle: Fotos: Binder (3), Ln-Archiv
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Oldenburg

Der genaue Sendetermin steht noch nicht fest. Am Set werden am Dienstag letzte Vorbereitungen für die nächste Szene getroffen.

Gelände in Oldenburg wurde für zwei Tage zur Filmkulisse – Viele Statisten aus der Region vor der Kamera – Film mit Dieter Hallervorden wird Ostern 2017 ausgestrahlt.

Hier wird noch schnell eine Wolldecke aus dem Bild gezogen, dort ein Fell zurechtgezupft, während sich die Bewohner des Wikingerdorfes vor den Kameras in Position bringen. Neben den Profi-Schauspielern Torsten Hammann und Gisa Flake als Häuptling und Braut finden sich unter den Darstellern auch viele Statisten aus der Region. 20 Ehrenamtler habe das Wallmuseum dem NDR für die Dreharbeiten „ausgeliehen“, erzählt Geschäftsführer Stephan Meinhardt, der sich über den ungewohnten Besuch freut.

Ganz so wie in Natura wird das Museumsgelände laut NDR-Redakteur Holger Hermesmeyer im fertigen Film allerdings nicht aussehen. „Die Szenerie wird etwas anders dargestellt“, erklärt er, „zum Beispiel wird es wirken, als ob der See vom Dorf weit entfernt ist.“ Denn darum geht es im Wikinger- Oldenburg: Die Puppen „Wolle“ und „Pferd“ – die mit ihrer Zeitmaschine herumreisen, um Emma (Matilda Hemminger) und ihrem Großvater (Dieter Hallervorden) zu helfen – entwickeln ein System, um Wasser zu transportieren. Als Gegenleistung hoffen sie auf einen Teil vom Wikingerschatz. Damit wollen sie in der Gegenwart verhindern, dass Verena Winkel (Johanna Gehlen) vom Jugendamt Emma in ein Kinderheim steckt.

Für die gestrigen Besucher ist das Treiben eine zusätzliche Attraktion. Immer wieder unterbrechen Spaziergänger ihren Rundgang und beobachten staunend das Geschehen. Ein etwa 30-köpfiges Team wuselt herum, prüft jedes Detail, das später im Bild zu sehen sein wird. Trotzdem gibt es auch mal unvorhergesehene Zwischenfälle, die eine Wiederholung der Szene zur Folge haben. „Ich bin mir nicht sicher, wie historisch der NDR-Bus ist“, scherzt etwa Marco Musienko, nachdem er die Aufnahmen unterbrochen hat, weil das Fahrzeug im Hintergrund durchs Bild gerollt ist.

Der Regisseur hat auf den beiden Monitoren vor sich alles genau im Blick. Er korrigiert die Positionen von Kameras oder Komparsen, wünscht sich vom einen Darsteller eine andere Handbewegung und vom anderen einen anderen Gesichtsausdruck, hält dabei jedoch Schauspieler und Dreh-Team gleichermaßen mit lustigen Kommentaren bei Laune.

Denn die Arbeiten verlangen allen Beteiligten jede Menge Geduld ab. Ein ums andere Mal wird die Szene wiederholt, bis alles im Kasten ist. Dann haben die Darsteller Pause, während die nächste Kulisse vorbereitet wird. „Die meiste Zeit wird gewartet“, fasst Redakteur Hermesmeyer schmunzelnd zusammen. Das Material der zwei Drehtage in Oldenburg soll im fertigen 60-Minuten-Film letztendlich eine Sequenz von etwa acht Minuten ergeben. Insgesamt wurde seit Mitte Mai bereits an acht verschiedenen Orten gefilmt. Heute geht es für das Team weiter ins „mittelalterliche“ Lüneburg, bevor zum Abschluss der Dreharbeiten Bülent Ceylan Ende der Woche in Hamburg in die Rolle eines Indianerhäuptlings schlüpft.

 Jennifer Binder

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