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14:43 31.07.2016
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Niendorf/Ostsee

Vogelparkchef Klaus Langfeldt würde vermutlich jeden modernen Schrittzähler zum explodieren bringen, so flott ist der inzwischen 73-Jährige tagtäglich in seinem mehr als 70 000 Quadratmeter großen Vogelpark in Niendorf unterwegs. In diesen Wochen ganz besonders, denn der Nachwuchs der mehr als 250 Arten, die an diesem so friedlichen, malerisch gelegenen Ort zu Hause sind, fordert besondere Zuwendung.

Im Niendorfer Vogelpark wird in den nächsten Tagen und Wochen weiterer Nachwuchs erwartet.

Während die Küstenreiher bereits bei der zweiten Brut sind, sich die ersten und fürs Nest schon viel zu großen Jungvögel aber noch nicht so richtig trennen können, herrscht bei den noch winzigen, Grünfüßigen Teich-Rallen helle Aufregung: ein Junges war einen Moment abgelenkt, hat den Anschluss an Mutter und Geschwister verloren. Fiepend wackelt das schwarze Gefiederknäuel auf seinen Beinchen über den Sand zum Teich. Dort wartet die Familie – alles wieder gut.

Klaus Langfeldt hat die Szene beobachtet und strahlt. Nach mehr als 33 Jahren ist der Vogelpark trotz aller Sorgen – Hochwasser in der Aalbek-Niederung flutet Häuser und Volieren nach starkem Regen regelmäßig – noch immer das, was ihn fesselt. Dieses Refugium für Eulen, Uhus, Käuze, Greif-, Hühner- sowie Wasservögel, Exoten und andere ist sein Lebenswerk. Und eine dauernde Herausforderung: Nach einer kurzen Begrüßung mit „Fiete“, einem zahmen Mandschurenkranich, der von Klaus Langfeldt aufgezogen wurde, geht’s in Richtung Küche. Dort bereiten Angestellte das Futter zu und stellen die unterschiedlichen Portionen zusammen: Hühnerkücken für die Greifvögel, Sprotten und Stinte sind Leckerbissen für Reiher, Kraniche und andere. Spezielle, totholzliebende Würmer gehen an die Racken, dazu werden Trockenfutter, Salat und Obst verarbeitet.

Eine Hege und Pflege, die von Erfolg gekrönt ist: Jungtiere bei den Löfflern und Flamingos, die Kronenkraniche brüten und die Gelbbrust-Aras haben Nachwuchs. Einer lugt keck aus dem Guckloch in der Brutkiste, aber ins Gehege scheint noch keiner der drei Prachtkerle zu wollen. Lieber kuscheln in der engen Box.

Traurig wird Klaus Langfeldt beim Blick auf die Störche: „In diesem Jahr konnten wir nicht ein Junges durchbringen, die Möwen haben alle Eier geholt – eine Katastrophe.“ Mehr Glück hatten da knapp 30 Kiebitze, die aus Hamburg zum Vogelpark gebracht wurden. Die Eier wurden von Flachdächern, auf denen sie leichte Beute für andere Vögel waren, von Vogelschützern eingesammelt und nach Niendorf gebracht. Dort kamen die Eier in die Brutmaschine. „Die ersten Kiebitze haben wir schon ausgewildert“, so Klaus Langfeldt. Die anderen würden in der übernächsten Woche folgen.

Der Vogelpark ist während der Saison täglich von 9 bis 19.30 Uhr geöffnet. In der Nebensaison von 10 Uhr bis zur Dämmerung. Weitere Infos unter www.vogelpark-niendorf.de

ZVO-Lebensretter besuchen ihren Turmfalken

Arbeiten an einer Gasstation standen an, die Dirk Maaß (l.) und Kai-Uwe Böbs vom Zweckverband Ostholstein nach Merkendorf führten. Was für ein Glück für den wenige Wochen alten Turmfalken. „Er hockte mit gebrochenem Flügel an einem Koppelweg“, so Maaß. Die Männer nahmen ihn mit und brachten ihn in den Vogelpark. Dort besuchten sie nun den Patienten.

Martina Janke-Hansen

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