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Ostholstein Wimpernschlag-Finale beim Volkslauf
Lokales Ostholstein Wimpernschlag-Finale beim Volkslauf
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23:19 17.05.2016
Insgesamt 150 Ausdauersportler starteten am Pfingstsonntag beim Bosauer Volkslauf. Quelle: Fotos: Dirk Schneider

Die Wettervorhersage machte den Veranstaltern des 16. Bosauer Volkslauf einen kleinen Strich durch die Rechnung. Statt der erwarteten 200 Teilnehmer konnten die Organisatoren 150 Starter auf die drei Distanzen über 800 Meter, fünf Kilometer sowie 10,7 Kilometer schicken. „Uns fehlen ein paar Nachmeldungen“, stellte Andreas Köster von der Leichtathletiksparte des Bosauer SV fest. Doch bis auf zwei Läufer, die das Rennen in dem angekündigten Hagelschauer beendeten, erreichten alle anderen bei strahlendem Sonnenschein und trockenen Fußes das Ziel.

Bei der längsten Bosauer Laufrunde entschied eine Sekunde über den Sieg / Viel Lob für die Organisation.

Entsprechend ungetrübt war die Stimmung bei den Finishern. „Das war ein sehr, sehr schöner Lauf“, rief Stefan Baus schon beim Einlauf dem Stadionsprecher Andreas Köster begeistert zu. Zugleich bedankte sich der 53-jährige Kronshagener bei dem 25 Jahre älteren Fokke Kramer. Der Seniorenlandesmeister vom Bosauer SV hatte Baus über eine lange Strecke hinweg motivierend begleitet, bis sich der Jüngere vor dem Stadioneinlauf einen Vorsprung von 100 Metern herausarbeiten konnte. Im Ziel schwärmten Baus und Ehefrau Inka, die fünf Minuten später die Ziellinie passierte, von dem abwechslungsreichen hügeligen Rundkurs durch die Holsteinische Schweiz, dem Blick über gelbe Felder auf grüne Wiesen und blaue Seen, dem Duft des Rapses und vor allem von der familiären Atmosphäre.

Diese genoss buchstäblich Werner Sach aus Hutzfeld für ein etwas anderes Pfingstvergnügen. Während seine Tochter Frauke und ihr knapp zwei Jahre alter Sohn Max das Siegerpodest als Kletterturm und Aussichtspunkt nutzten, diente der stolze Großvater und Tierarzt im Ruhestand seinem vierjährigen Enkel Nils beim 800 Meter-Bambini-Lauf als menschliches Zugpferd. Eine halbe Stunde später revanchierte sich der Nachwuchs mit Anfeuerungsrufen, als der Opa mit Jagdhund „Ella“ die große, 10,7 Kilometer lange Runde in Angriff nahm. „Ich bin fast 70, der Hund ist zehn – damit sind wir biologisch fast gleich alt, das passt offensichtlich ganz gut“, sagte Sach schmunzelnd, als das Gespann eine gute Stunde später im Gleichschritt im Stadion einlief.

Auch Rixa Lunau aus Kabelhorst lockte das familiäre Umfeld der Veranstaltung. Gemeinsam mit dem zehnjährigen Sohn Konrad, den sie auf der Strecke allerdings gegen den achtjährigen Ryan Rekopf aus Bosau „eintauschte“, absolvierte sie die Fünf-Kilometer-Schleife. „Konrad war heute deutlich schneller unterwegs, da wollte ich nicht im Weg stehen, und Ryan lief einfach mein Tempo“, erläuterte Rixa die kurze Laufgemeinschaft. „Ich muss mich wohl langsam damit abfinden, dass meine Söhne mir weglaufen“, sagte sie lachend. Denn der ältere Sohn Christian (M 14) meisterte die große Runde als Jahrgangsbester in 46:27 Minuten.

Bestnoten vergaben fast alle Teilnehmer und Besucher an das Organisationsteam rund um die Vorsitzende Edelgard Suikat und Andreas Köster. Über 50 Helfer sorgten sich im Stadion und an der Laufstrecke um das Wohlergehen der Sportler und Schaulustigen. Denn auch Letztere bekamen einiges geboten: Besonders spannend gestaltete sich das Männerfinale bei der 10,7-Kilometer-Langstrecke, die der Lübecker Walther Hinrichs im packenden Sprint auf der Zielgeraden gegen Christian Simon (Travemünde) nach 43:13 Minuten mit einer Sekunde Vorsprung gewann. Beste Frau wurde Trixi Trapp (44:07) von der „LG Powerschnecken Kiel“.

Fast schon kurios das Endergebnis auf der Fünf-Kilometer-Schleife: Hier setzten sich die zwölfjährigen Zwillinge Glenn und Faye Kochmann von der TSG Bergedorf gegen die Konkurrenz durch und ließen nicht nur alle anderen Jugendlichen, sondern auch alle Erwachsenen mit Abstand hinter sich und regelrecht alt aussehen. dis

Die Sieger

Platzierungen (allgemeine Wertung ohne Altersklassen):

10,7 Kilometer – Männer: 1. Walther Hinrichs (Laufen in Lübeck) 42:13; 2. Christian Simon (Hertha BSC, Travemünde) 42:14; 3. Marwan Ahmad (Spiridon Oldesloe) 42:44. Frauen:

Trixi Trapp (Powerschnecken Kiel) 44:07; 2. Anna Quellhorst (Tri-Sport Lübeck) 50:13; 3. Karola Morach (Bosauer SV) 52:40. 5-Kilometer – Männer: 1. Glenn Kochmann (TSG Bergedorf) 18:43; 2. Sebastian Stein (Tri-Sport Lübeck) 19:37; Jan Friedrich (ohne Verein) 19:47. Frauen: 1. Faye Kochmann (TSG Bergedorf) 21:09; 2. Claudia Radßuweit (ohne Verein) 21:28; 3. Martina Seidel (Tri-Sport Lübeck) 21:44.

LN

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