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Ostholstein „Wir müssen noch aktiver werden“
Lokales Ostholstein „Wir müssen noch aktiver werden“
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20:24 05.01.2016
Petra Winderl (v. l.), Wolfgang Schiller, Lutz Tamchina (alle Friedenskreis) sowie Klaus Wächtler (AK 27. Januar) und Miranda Krützfeldt (ai). Quelle: ben

Wenn das eigene Haus in Flammen steht, wird gelöscht. Die Nachbarn und die Feuerwehr helfen. Was aber passiert, wenn das große Haus Welt brennt? Diesen Vergleich ziehen der Friedenskreis Eutin, der Arbeitskreis 27. Januar sowie Amnesty International (ai) Eutin/ Plön zur aktuellen Lage heran. Das Veranstalterbündnis will in seiner Arbeit noch aktiver werden, seine Anliegen noch klarer formulieren und noch stärker auf Menschen zugehen, „die sich zu Recht sehr große Sorgen machen“, so Wolfgang Schiller vom Friedenskreis.

Bereichert fühlen sich alle drei durch Gespräche vor allem mit jungen Menschen, sei es mit jenen, die zivil gedient hätten und nach Auslandsaufenthalten von ihren Erfahrungen berichteten, sei es mit Schülern im Geschichtsunterricht. Um die Eutiner weiter für ihre Anliegen zu sensibilisieren, haben der Friedenskreis, der AK 27. Januar und ai für 2016 bereits einige Veranstaltungen festgezurrt, meist in der Kreisbibliothek als bewährter Partnerin.

Dorthin kommt am Freitag, 15. Januar, Prof. Dr. Norman Paech aus Hamburg. Er wird ab 19.30 Uhr zum Thema „Völkerrecht und Frieden“ referieren. Er sei einer der renommiertesten Völkerrechtler, so Lutz Tamchina vom Friedenskreis, und werde „eine kleine Zeitreise“ unternehmen. Sie beginne mit dem Versprechen, das sich in der Charta der Vereinten Nationen von 1945 wiederfinde, dass die Völker Konflikte ohne Krieg und Gewalt lösen wollten, und ende mit dem Beschluss des Deutschen Bundestages vom vergangenen Dezember, Bundeswehrsoldaten nach Syrien zu schicken. „Wir haben ihn auch ermutigt, in der anschließenden Diskussion die Frage zu stellen: Was können wir tun?“, sagt Wolfgang Schiller.  

Am 27. Januar, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus‘, lädt das Veranstaltungsbündnis ein zum Innehalten an authentischen Orten: um 10 Uhr am Sierksdorfer Steilufer am Mahnmal für die Cap-Arcona-Opfer (Station 10 des Maritimen Informationspfades), um 11.30 Uhr am Ehrenfriedhof der Cap-Arcona- und Thielbeck-Katastrophe bei Haffkrug.

Um 19.30 Uhr spricht an diesem Tag Prof. Dr. Frank Golczewski vom Institut für Osteuropa-Geschichte der Uni Hamburg zum Thema „Der Zweite Weltkrieg in der Ukraine“ (Kreisbibliothek). ben

LN

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