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Ostholstein „Wir wollen Lebensqualität schaffen“
Lokales Ostholstein „Wir wollen Lebensqualität schaffen“
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20:38 20.09.2017
Im Bürgerhaus begrüßte Andreas Zimmermann gut 50 Zuhörer. Moderiert wurde der Abend von LN-Lokalleiterin Martina Janke-Hansen. Quelle: Foto: S. Latzel

Er sei ein „Überzeugungstäter“, sagte Zimmermann und bewies an dem Abend, der von Martina Janke-Hansen, der Leiterin der LN-Lokalredaktion Ostholstein-Süd, moderiert wurde, mit engagierten Plädoyers, dass ihm sein Job noch Spaß macht. Der 52-jährige parteilose Verwaltungswirt ist der einzige Kandidat bei der Bürgermeisterwahl, die zeitgleich mit der Bundestagswahl am Sonntag, 24. September, über die Bühne geht. Weshalb sich Zimmermann auch an diesem Abend mit der Frage konfrontiert sah, wie wichtig eine Direktwahl in diesem Zusammenhang überhaupt noch sei. „Der Bürger soll entscheiden, wer die Verwaltung leitet“, sagte er dazu bestimmt. Er wolle den Willen des Volkes bei seiner Arbeit vertreten, „und dafür wünsche ich mir ein möglichst starkes Mandat“.

Er sei erst kurz vor der Vorstellungsrunde aus Kappeln zurückgekehrt, berichtete Zimmermann, von einem Netzwerk-Treffen mit Vertretern der Kommunen, die sich um das Städtebauförderprogramm bewerben – und er bringe frohe Kunde von der Schlei nach Ahrensbök: „Wir werden den Zuschlag bekommen.“ Der „generelle Förderbescheid“ werde vermutlich im November eintreffen. Das bedeutet, dass Infrastrukturmaßnahmen in der finanziell gebeutelten Gemeinde künftig mit insgesamt 66 Prozent von Bund und Land gefördert werden. „Damit wollen wir Lebensqualität schaffen“, sagte Zimmermann.

Konkrete Ziele seien beispielsweise die Sanierung der Arnesbokenhalle und die Schaffung eines Ortsmittelpunktes, etwa durch eine Weiterentwicklung des Bürgerhauses.

Der von einem Zuhörer erhobenen Forderung nach einem Schwimmbad in Ahrensbök erteilte der Bürgermeister allerdings eine klare Absage: „Das ist immer eine defizitäre Einrichtung, die wir uns nicht leisten können.“ Er verwies auf die Wünsche, die die Bürger im Zusammenhang mit dem Gemeindeentwicklungskonzept „Ahrensbök 2030“ geäußert haben und zu denen eine Verbesserung des ÖPNV-Angebotes gehörte. Daraufhin war das Anruf-Linien-Fahrt-Angebot („Alfa“) organisiert worden, das mittlerweile läuft, wenngleich offenbar nicht so gut wie erhofft. „Der Druck scheint nicht da zu sein, dennoch bin ich dafür, es fortzusetzen“, meinte Zimmermann.

Die Förderung des Ehrenamtes in der Gemeinde war ein Thema, das mehreren Zuhörern auf der Seele lag. Der Bürgermeister erklärte, dass auf der jüngsten Hauptausschuss-Sitzung über Zuschüsse für die Feuerwehr diskutiert worden war. „Ich finde das richtig, aber ich bezweifle, dass wir dadurch auch nur einen Kameraden mehr gewinnen.“ Den Vorschlag, im Ort eine Ehrenamtsmesse zu veranstalten, nahm Zimmermann gern auf: Sie soll im nächsten Jahr stattfinden, nach Möglichkeit im Bürgerhaus.

Die fehlende Beleuchtung in Ahrensbök und den Dorfschaften am Abend und nachts bewegte ebenfalls einige Bürger. „Licht erhöht das Sicherheitsempfinden“, räumte der Bürgermeister ein. Er könne keine abrupte Verbesserung versprechen. Geplant sei jedoch, mehrere Straßenzüge mit sparsamen LED-Leuchten auszurüsten, „um vielleicht irgendwann ein komplettes LED-System in der Gemeinde zu haben“.

Komplett sein soll auch die Versorgung mit Internet. Derzeit statte die Telekom einige Bereiche im Zentralort mit Hybrid-Anschlüssen aus, während die Gebiete, an denen die Privatwirtschaft nicht interessiert sei, ab dem kommenden Jahr vom Zweckverband versorgt werden sollten.

Zufrieden zeigte sich Zimmermann mit der Unterschutzstellung der ehemaligen Kiesgruben bei Lebatz, mit der die Einrichtung einer Deponie verhindert werden soll. „Das steht kurz vor der Ausfertigung, und dann müssen wir sehen, ob der Grundeigentümer klagen will.“ Er freue sich über das „gute Feedback“, das er bisher erhalten habe, schloss der Bürgermeister und betonte: „Ich will nicht nur ein Verwalter sein. Den einfachen Weg bin ich noch nie gegangen.“

Von Sabine Latzel

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