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Ostholstein Wirtschaftsexperten: Positive Effekte bei der Beltquerung
Lokales Ostholstein Wirtschaftsexperten: Positive Effekte bei der Beltquerung
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15:26 07.04.2017
Gut gelaunte Bürgermeister beim Brücken-Selfie in luftiger Höhe: Uwe Brinkmann (v. l./Bad Schwartau), Holger Schou Rasmussen (Lolland), Thomas Keller (Ratekau) und Jens Reise (Großenbrode) in 254 Meter Höhe über dem Storebælt. Quelle: Foto: Hfr
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Timmendorfer Strand

Dazu hatte der Wirtschaftsrat der CDU unter dem Vorsitz von Martin Henze nach Timmendorfer Strand geladen.

Und: Bürgermeister aus Ostholstein besuchten Lolland – Region soll profitieren.

TV-Tipp

Den kompletten TV-Beitrag aus Dänemark finden Sie unter dem Link https://tinyurl.com/kpr7exz.

Holger Matzen, Vorsitzender der Logistik-Initiative Schleswig- Holstein, erklärte: „Wir benötigen Logistik, um Wirtschaftswachstum zu erzielen.“ Als beispielhaft für die Chancen durch die Beltquerung nannte er Neumünster: „Durch das Outlet-Center hat die Stadt einen unheimlichen wirtschaftlichen Gewinn erzielt. Das kann Ostholstein auch schaffen.“ Er denke hierbei vor allem an Gewerbegebiete an der A 1, die es zu schaffen gelte. Positiv wurde in diesem Zusammenhang das geplante interkommunale Gewerbegebiet bei Gremersdorf genannt.

Auch die Gemeinde Ratekau plant ein Gebiet, bisher aber noch ohne grünes Licht aus Kiel. Hierüber echauffierte sich der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Hans-Jörn Arp: „Ratekau hat nur Nachteile aus der Querung. Man kann dann doch nicht den einzigen Vorteil verhindern.“

Bernd Jorkisch, Geschäftsführer von Hansebelt, fordert einen Stimmungswechsel, und appellierte an die SPD: „Es kann doch nicht sein, dass Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn durchs Land zieht und das Projekt attackiert. Diese Außendarstellung ist verheerend.“

Hierauf antwortete der Landtagsabgeordnete Kai Vogel (SPD), dass es demokratisches Recht sei, „auch gegen die Parteimehrheit eine eigene Meinung zu vertreten“. Jorkisch sei es ein Anliegen, die Chancen, die durch die Beltquerung für die Region entstehen, auch zu benennen.

Die Timmendorfer Bürgermeisterin Hatice Kara (SPD) entgegnete: „Dann müssen Sie die Kommunen auch mitnehmen.“ Das sei bis heute nicht geschehen. Klar wurde, dass die Region nur einen Nutzen ziehen könne, wenn sie professionelle Unterstützung bekomme.

Einige Bürgermeister waren in Timmendorf vertreten, andere gehörten zu einer Reisegruppe, die nach Lolland eingeladen war. Darunter Martin Voigt (parteilos/Oldenburg), Jürgen Raudonus (CDU/Heringsdorf) und Thomas Bauer (BGG/Göhl). Thomas Keller (parteilos) aus Ratekau erklärte: „Das war ein interessanter Austausch, um die dänische Seite besser kennenzulernen.“ Amtskollege Uwe Brinkmann (parteilos) sagte im dänischen TV: „Vor der Beltquerung haben in Deutschland viele Menschen Angst, dabei geht aber ein wenig unter, wie viele positive Effekte diese Verbindung mit sich bringen kann.“

 Peter Mantik

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