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Ostholstein Wirtschaftsminister Buchholz besucht Global Player Visiconsult
Lokales Ostholstein Wirtschaftsminister Buchholz besucht Global Player Visiconsult
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16:11 11.03.2019
Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (re. FDP) zeigt sich begeistert von der Visiconsult in Stockelsdorf. Finn Schulenburg erklärt ihm eine Anlage. Quelle: Doreen Dankert
Stockelsdorf

Aufschlussreich ist für Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) bei seinem Besuch der Firma Visiconsult am Montag bereits das Gespräch mit der Firmenleitung. Hier erfährt Buchholz, dass vor gut 20 Jahren alles als Ein-Mann-Betrieb mit Hajo Schulenburg in einem zum Arbeitszimmer umfunktionierten Kinderzimmer begann. Heute ist Visiconsult mit inzwischen knapp 90 Mitarbeitern auf dem Gebiet der industriellen High-Tech-Röntgen-Systeme ein Unternehmen, das auf dem Weltmarkt mitspielt.

Alles „Made in Stockelsdorf

Beim anschließenden Rundgang durch die Produktionshallen im Gewerbegebiet am Brandenbroker Weg zeigt sich Buchholz beeindruckt. Nachdem sich der Wirtschaftsminister persönlich einen Überblick über die zum Teil gigantischen Anlagen der Firma gemacht hat, fragt er die Führungsetage: „Und das stellen Sie hier alles selber her?“ „Ja“, antwortet Firmengründer Hajo Schulenburg kurz und trocken. „Dann ist das ja alles hier ’Made in Schleswig-Holstein’“, stellt Buchholz hocherfreut fest. „Nicht nur das“, erklärt Finn Schulenburg – einer der drei Schulenburg-Söhne und verantwortlich für Technik, Entwicklung und Produktion – „das hier ist sogar alles ’Made in Stockelsdorf’.“

Familiengeführtes Mittelstandsunternehmen

Auf einer IHK-Veranstaltung hatte Buchholz vor einiger Zeit etwas über Visiconsult gehört. „Das hat mich so neugierig gemacht, dass ich diese Firma unbedingt besuchen wollte“, erklärt er. Hier zeigt die Führungsetage des familiengeführten Mittelstandsunternehmens dem Wirtschaftsminister eine „Weltneuheit“, wie Hajo Schulenburg es beschreibt. Es ist ein automatisch gesteuerter Computertomograph (CT), der die zu begutachtenden Teile innerhalb von nur einer Minute scannen kann. „Alle anderen Systeme, die es gibt auf dem Markt, brauchen zehn Minuten“,sagt Hajo Schulenburg. „Wie haben Sie das gemacht?“, will Buchholz wissen. Und wieder antwortet Schulenburg kurz und trocken. „Wir haben uns Gedanken gemacht.“ Innerhalb von drei Tagen sei die Lösung dafür kreiert worden, um neun Minuten bei diesem CT-Scan zu sparen. Auftraggeber für diese Weltneuheit ist im Übrigen ein namhafter deutscher Automobilhersteller, für den diese Zeitersparnis bares Geld bedeutet. 60 Prozent der Visiconsult-Produkte gehen in den Export zu Kunden weltweit.

30 neue Mitarbeiter bis Jahresende

„Es ist schon beeindruckend, wie innovativ dieses Unternehmen ist“, stellt Buchholz fest und zeigt sich begeistert vom Wachstumskurs dieses Unternehmens, das er als „Vorzeigeunternehmen“ bezeichnet. Noch in diesem Jahr will Visiconsult 30 neue Mitarbeiter einstellen. „Allerdings fehlen uns Facharbeiter“, erklärt Hajo Schulenburg. Nicht ohne Grund habe Visiconsult eine überdurchschnittlich hohe Ausbildungsquote von 15 Prozent. „Wir bilden junge Menschen aus, damit sie als Facharbeiter danach bei uns bleiben“, erklärt Visiconsult-Vertriebschef Lennart Schulenburg.

Hanseatische Tugenden als Firmenphilosophie

Was das Geheimnis des Visiconsult-Erfolgs ist, will Buchholz wissen. „Wir hören den Kunden ganz genau zu, wie der Produktionsprozess ist, und danach wird die Anlage gebaut“, erklärt Lennart Schulenburg, „der Kunde ist der Vater der Anlage.“ „Und dann gibt es da noch was“, fügt Hajo Schulenburg in Anspielung auf die hanseatischen Tugenden hinzu, die zur Firmenphilosophie gehören: „Was uns auch ausmacht, ist, dass wir dem Kunden die gnadenlose Wahrheit sagen, indem wir ihm sagen, was er prüfen kann und was nicht, auch wenn wir wissen, dass dann daraus kein Auftrag zustande kommt.“

Aufträge hat Visiconsult reichlich. Im Zusammenhang mit dem Firmenerfolg spricht Lennart Schulenburg davon, dass „Visiconsult ein Luxus-Problem hat, denn wir brauchen dringend neue Produktionshallen“. Bürgermeisterin Julia Samtleben (SPD), die Buchholz begleitet bei dem Visiconsult-Besuch, erklärt, dass die Verwaltung behilflich sein werde bei der Problemlösung und „dass das oberste Priorität hat“.

Doreen Dankert

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