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Ostholstein Wohnmobile und Ferienheim: Zukunftspläne für Zirkuswiese
Lokales Ostholstein Wohnmobile und Ferienheim: Zukunftspläne für Zirkuswiese
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20:39 31.07.2017
Was bei einem Neubau mit dem alten Ferienheim in Lenste passiert, ist noch ungewiss. Quelle: Fotos: Mb

Der Verein für Ferienkolonien von 1904 aus Lenste möchte endlich zwei Bauprojekte in Bewegung bringen, um dem Verein das Überleben zu sichern. Am Lensterstrand soll auf der sogenannten Zirkuswiese ein Wohnmobilstellplatz errichtet werden. Später könnte ein neues Freizeitheim folgen.

Der Verein für Ferienkolonien möchte einen Stellplatz und ein neues Gebäude am Lensterstrand errichten – Das alte Haus ist sanierungsbedürftig.

Der Verein

1904 wurde der Verein für Ferienkolonien in Hamburg gegründet. Er hat sich dem gemeinnützigen Zweck verschrieben, die Gesundheit von Kindern aus der Großstadt durch den Aufenthalt an der See zu fördern.

Der Verein hat derzeit rund 70 Mitglieder, einen sieben Personen umfassenden ehrenamtlich tätigen Vorstand und drei Angestellte in Lenste.

Die Pläne für das vereinseigene Gelände an der Ecke Mittelweg/Lensterweg liegen schon seit geraumer Zeit in der Schublade bereit. Bisher bietet der Verein in seinem Ferienhaus in der Gemeinde Grömitz vor allem Gruppen mit Kindern und Jugendlichen an, als Selbstversorger ihren Urlaub an der Ostsee zu verbringen. Bis zu 60 Personen können dort untergebracht werden. Doch das Gebäude aus dem 19.

Jahrhundert ist in die Jahre gekommen. Es genüge nicht mehr den heutigen Anforderungen, erläutert der 1. Vorsitzende Wolfgang Hoffmann: „Die Vereinsarbeit wird immer schwerer und mit Ferienfreizeiten lässt sich allein nicht genug Geld erwirtschaften. Wir brauchen zwei Standbeine – deswegen der Stellplatz.“

Gerade einmal die Unterhaltungskosten für das alte Haus könnten aufgebracht werden. „Aber für den Erhalt reicht das nicht“, sagt Hoffmann. Da die Nachfrage nach Wohnmobilstellplätzen stetig ansteige, kam man auf die Idee für eine Anlage mit 125 Stellplätzen. Sie soll auf einer Fläche von etwa 25000 Quadratmetern in Vier-Sterne-Qualität entstehen, eingerahmt von dem kleinen Wäldchen, das als Windschutz dient. Hoffmann: „Unser Planer führt diese Woche Gespräche mit den Behörden.“

Die Gemeinde Grömitz würde ein Wohnmobilstellplatz sicherlich bereichern, sagt Tourismusleiterin Janina Kononov. „Doch noch ist es Zukunftsmusik.“ Der Kreis habe nach Aussage des Vereinsvorsitzenden noch Einwände gegen die gesamte Bebauung der Fläche. Sollte dies so bleiben, würde auf dem rund 55000 Quadratmeter großen Areal zwar der Stellplatz entstehen können – aber nicht, wie erhofft, im oberen Bereich zum Mittelweg auch ein neues Freizeitheim für rund 165 Menschen.

„Die Lage in unmittelbarer Nähe zu unserem eigenen Strandabschnitt wäre ideal. Aber dann müssten wir überlegen, wie wir in Lenste weitermachen“, erklärt Hoffmann. „Denn wenn wir eine Dreiviertel-Million Euro in das jetzige Haus hineinstecken, ist es noch kein Stück schöner geworden.“ Im schlimmsten Falle drohten Abriss und Neubau.

Generell gelte, dass zunächst der Stellplatz gebaut werde. „Als Ehrenamtler können wir nicht zwei große Bauprojekte gleichzeitig angehen.“ Hoffmann kalkuliert mit rund zwei Millionen Euro

für den Wohnmobilstellplatz samt sanitären Anlagen, Küche und Aufenthaltsraum. Die Projekte sollen möglichst aus Vereinsmitteln realisiert werden. Rücklagen habe man dadurch, dass vor ein paar Jahren ein Ferienheim in Niendorf/Ostsee, das aufgrund der Brandschutzauflagen nicht mehr zu halten gewesen sei, an einen Investor verkauft wurde. Pech für den Käufer: Die Gemeinde hat dort eine Veränderungssperre auferlegt.

Für die Projekte am Lensterstrand hofft der Verein auch auf Zuschüsse. Der Ausschuss für Kultur, Bildung, Sport und Soziales der Gemeinde Grömitz hat dies kürzlich in einer Sitzung besprochen und sowohl Hilfe bei der Generierung von Fördermitteln als auch eine Prüfung von eigenen Zuwendungen in Aussicht gestellt.

Wenn es günstig laufe, könne laut Hoffmann im Frühjahr 2018 mit den konkreten Planungen und dann in der zweiten Jahreshälfte mit dem Bau des Wohnmobilstellplatzes begonnen werden.

Markus Billhardt

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