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Ostholstein Wracksuchschiff „Deneb“ auf dem Weg nach Fehmarn
Lokales Ostholstein Wracksuchschiff „Deneb“ auf dem Weg nach Fehmarn
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21:46 09.02.2016
Gestern machte sich nun das Wracksuchschiff „Deneb“ von Rostock aus auf den Weg zur Insel Fehmarn. Quelle: dpa
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Fehmarn

Die im Fall des östlich von Fehmarn gesunkenen Fischkutters „Condor“ ermittelnden Behörden arbeiten mit Hochdruck daran, das Rätsel um den Untergang zu lösen. Der Kutter mit Heimathafen Burgstaaken war am Sonnabend in den Abendstunden gesunken. Der Kapitän und sein Decksmann konnten bei Staberhuk nur noch tot geborgen werden.

Gestern machte sich nun das Wracksuchschiff „Deneb“ von Rostock aus auf den Weg zur Insel Fehmarn. Außerdem sollen Taucher der Wasserschutzpolizei sich am heutigen Mittwoch zur Unglücksstelle aufmachen. Sobald das Wrack gefunden wird, soll mit der Bergung begonnen werden. Denn erst dann kann beantwortet werden, warum die „Condor“ nicht in den Heimathafen zurückkehrte und die Besatzung sterben musste.

Auf der Insel Fehmarn gibt es seit Bekanntwerden der Tragödie kaum ein anderes Thema. Es wird spekuliert, wie es zu der Havarie kam, wo das Schiffswrack liegen könnte und wann es wohl gehoben werden könne. Fragen über Fragen, mit denen sich jetzt die Behörden beschäftigen: Beteiligt ist zum einen die Wasserschutzpolizei (Travemünde), aber auch die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (Hamburg) und das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA, Lübeck). Hilfe bei der Suche nach dem Wrack soll ein Driftmodell geben, das vom WSA Lübeck kurzfristig beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (Hamburg) in Auftrag gegeben wurde. Berechnet werden darin die Strömungen, um den möglichen Fundort des Wracks einkreisen zu können. Nachgegangen wird aber auch der Frage, ob der Kutter mit einem AIS-Transponder ausgestattet war. Dieser gibt, wenn eingeschaltet, permanent die aktuelle Position des Schiffes auf See durch. Susanne Kehrhahn-Eyrich vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie sagte dazu, dass die „Condor“ zumindest mit einem Vessel Monitoring Service (VMS), also einem AIS-ähnlichen System, ausgestattet war. lg/gjs

LN

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