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Ostholstein „Wunderwelt Wald“ als neue Attraktion für Malente
Lokales Ostholstein „Wunderwelt Wald“ als neue Attraktion für Malente
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21:13 29.09.2017
Malente

Der Wald solle für Besucher als Ganzes erlebbar werden, und zwar von der Wurzel bis zur Spitze. So umriss Vorstandsmitglied Jan Eskildsen die Vorstellungen seines Vereins in einer Sitzung der Aktiv- Region Schwentine-Holsteinische Schweiz, von der er sich Fördermittel erhofft.

Der Vogteiturm in Loßburg nahe Freudenstadt: Das Modell wünscht sich Födona auch für Neversfelde. Quelle: Foto: Hfr

Födona, 1991 gegründet, ist seit Januar 2013 Hüter des Malenter Wildgeheges. Den neuen Aussichtsturm will der Verein „als vertikalen Baumlehrpfad“ nutzen. Dabei werden auf Lehrtafeln die einzelnen Baumetagen erklärt. Mit Hilfe von Wasserdruck soll der Druck des Baumsaftes in der Höhe erfahrbar werden. „Die Besucher, die in die Krone aufsteigen, sollen die Erhabenheit der Bäume erleben“, sagt Eskildsen. Er habe das in einem Hubsteiger erlebt. Aus der Höhe seien für die Besucher die Strukturen unserer Kulturlandschaft erkennbar. Am Fuß des Turms stellt sich Födona einen Infopavillon mit Wanderausstellungen vor, ebenso wie Baumscheiben und Baumwurzeln zum Anfassen.

Übernehmen will der Verein auch das Arboretum (lat. arbor: Baum), den 37 Jahre alten „Baumgarten“ am Wildgehege, in dem es rund 120 verschiedene Baumarten aus aller Welt gibt. „Er ist ein Lehrpfad für viele angehende Gärtner“, berichtet Jan Eskildsen. „Ich selbst habe mich dort auf Prüfungen vorbereitet.“

Wildpark (mit einem großen Waldspielplatz), Arboretum und Holzbergturm sollen die „Wunderwelt Wald“ bilden und vielleicht sogar später mit der „Wunderwelt Wasser“, dem Naturlehrpfad am Kellersee, vernetzt werden. So stellt es sich Födona vor. „Malente braucht ein frisches Gesicht, neue Strukturen“, argumentiert Jan Eskildsen. Warum der Förderverein Dorf und Natur mit seinem Projekt entscheidend dazu beitragen könnte, erläuterte er ebenfalls. „Wir arbeiten mit den ,Ostholsteinern’ und dem Christlichen Jugenddorf Malente zusammen, werden von Förstern, Jägern und Landwirten unterstützt. Wir pflegen gute Kontakte zur Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und haben Erfahrungen in der Jugendarbeit“, sagt er. Zudem könne Födona mit Fachkompetenz in Hinblick auf ökologische Zusammenhänge aufwarten und sei mit anderen touristischen Attraktionen in Malente, wie beispielsweise dem Hochseilgarten, dem Labyrinth und der Diekseebadeanstalt vernetzt. Als Zielgruppen für die „Wunderwelt Wald“ nennt der Verein Touristen, Senioren, Schulklassen, Walderlebnisgruppen jeden Alters, sogar Betriebsausflügler.

Finanziell hat Födona schon vorgelegt: Für das insgesamt 304000 Euro teure Vorhaben inklusive Turmbau, Waldinfohütte, Lehrtafeln, Beschilderungen und Waldspielplatz hat der Verein 120000 von der Kay-und-Dörte-Cornils-Stiftung zugesagt bekommen. Födona steuert 30000 Euro Eigenmittel bei. Für die restlichen 154000 Euro wurde bei der Umweltlotterie Bingo angefragt und jetzt auch bei der Aktiv- Region, deren Mitglieder von der Projektvorstellung äußerst angetan waren. Regionalmanager Günter Möller will die Fördermodalitäten gemeinsam mit Bingo bis Ende des Jahres abklopfen.

Ein Turm aus Stahl

205000 Euro werden für den neuen Holzbergturm veranschlagt. Der alte musste im Mai 2017 knapp zwölf Jahre nach seinem Aufstellen abgerissen werden, weil die hölzernen Teile von einem Pilz zersetzt worden waren.

Der neue Aussichtsturm wird komplett aus feuerverzinktem Stahl bestehen. Er soll 30 Meter hoch sein und auf 27 Metern eine Aussichtsplattform haben.

Ulrike Benthien

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