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Ostholstein Zehn Millionen Euro sollen investiert werden
Lokales Ostholstein Zehn Millionen Euro sollen investiert werden
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22:44 08.01.2018
Höhepunkt war am Sonntag die Ehrung von 25 Leichtathletik- und Karatesportlern. Quelle: Fotos: Schwennsen
Cismar

Eng wurde es im Saal, ebenso auf den Parkplätzen am „Klosterkrug“. Den traditionellen Neujahrsempfang wollten sich viele Bürger nicht entgehen lassen. Auch Gäste aus den Partnergemeinden Kühlungsborn und Nienhagen waren dabei – und Ostholstein Landrat Reinhard Sager (CDU).

Stimmungsvoller Auftakt im „Klosterkrug“: Beim Neujahrsempfang der Gemeinde Grömitz setzten der Musikzug der Feuerwehr und der Shanty-Chor Konkordia die musikalischen Akzente. Höhepunkt war am Sonntag die Ehrung von 25 Leichtathletik- und Karatesportlern.

Der Gast aus Eutin und „Grömitzer Jung“ schmunzelte: Denn vor einem Jahrhundert wäre er, hätte er damals dieses Amt bekleidet, sogar zu Fuß gekommen. Damals war Cismar nämlich Kreishauptstadt im alten Kreis Oldenburg. Damals wurde sicher mehr Plattdeutsch als heute gesprochen. Der Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens (CDU) sprach sein Grußwort unter starkem Beifall „op Platt“.

Zuvor standen die Zukunftspläne von Grömitz im Vordergrund. Bürgermeister Mark Burmeister (parteilos) nannte imposante Zahlen. So umfasse der Haushalt der Kommune mit 7370 Hauptwohnsitz-Bürgern über 33 Millionen Euro. Allein zehn Millionen Euro sollen in diesem Jahr investiert werden, vor allem im Schul- und Sozialbereich. Derzeit lebten in den Kommunen Dahme, Kellenhusen, Grube und Grömitz 147 Asylbewerber, davon allein 95 in Grömitz. Auf hohem siebenstelligen Niveau lägen zudem die Übernachtungszahlen.

In den Planungen für 2018 spielen der Dünenpark, für den noch eine Generalplaner gesucht werde, die Aufwertung der großen Seebrücke inklusive neuer Illuminationen für 960 000 Euro oder auch weitere Infrastrukturverbesserungen im Yachthafen eine große Rolle. Burmeister nannte unter anderem den Neubau des dortigen Sanitärgebäudes im Zusammenspiel mit der DGzRS.

Ausführlich würdigte er das beispielhafte ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde. Allen voran bei der Feuerwehr: Zur Zeit leisteten dort 161 Frauen und Männer in sechs Ortswehren ihren Dienst. 2017 hätten sie 162 Einsätze absolviert – auch zu Weihnachten. Burmeister bedauerte, dass Anläufe, mehr Aktive zu werben, wenig Zuspruch gefunden hätten: „Wenn 1500 angeschrieben werden und am Ende gerade mal zwei kommen, ist das demoralisierend.“

Bürgervorsteher Heinz Bäker (FDP) griff weitere Anliegen in der Kommune auf. Es bestehe Hoffung, dass in Cismar Ende des Jahres eine neue Pflegeeinrichtung mit 98 Pflegebetten gebaut werde und damit ein „Schandfleck“ im Ort verschwinde. Außerdem appellierte er mit Blick auf die Kommunalwahlen an die Bürger, sich politisch stärker einzubringen: „Dabei geht es nicht um die Berliner Parteipolitik, sondern um Kitas, Schlaglöcher oder Straßenlaternen.“

 Von Gerd-J. Schwennsen

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