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Ostholstein Zoff in der FWE: Mitglieder sprechen von Schmutzkampagne
Lokales Ostholstein Zoff in der FWE: Mitglieder sprechen von Schmutzkampagne
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19:05 27.11.2018
Schon im Kommunalwahlkampf, so berichten Mitglieder der FWE jetzt, habe es interne Spannungen gegeben. Quelle: Ulrike Benthien
Eutin

Die Freie Wählergemeinschaft Eutin (FWE) offenbart ihre Zersplitterung immer deutlicher. In einem offenen Brief bezog am Dienstag der vom Fraktionsvorsitzenden Malte Tech in der vergangenen Woche attackierte Olaf Bentke Stellung. Rückendeckung bekommt der FWE-Vorsitzende von Sigrid Jürß (Vize-Fraktionsvorsitzende) sowie von Manfred Ehmke, Annegret Cordes, Tom-Henry Machoy und Ulrike Wörle, die den Brief mit unterzeichnet haben.

Die aus der Kommunalwahl als zweitstärkste Kraft hervorgegangene FWE gibt derzeit ein klägliches Bild ab. Bereits im Wahlkampf hätten sich Spannungen und zunehmend unterschiedliche Auffassungen innerhalb der Kandidaten der FWE abgezeichnet, zwei Mitglieder hätten bereits nach kurzer Zeit die Fraktion verlassen, schilderte Olaf Bentke. „Nach über sechsmonatigem Bestehen der Fraktion der FWE müssen wir leider feststellen, dass eine strukturierte, verlässliche und ergebnisorientierte Zusammenarbeit mit Herrn Tech als Fraktionsführer nicht möglich ist“, sagte der Vorsitzende.

Mehrheit für Neuwahl des Fraktionsvorsitzenden

Am 19. November habe die Fraktion mehrheitlich beschlossen, am 3. Dezember eine Neuwahl des Fraktionsvorstandes vorzunehmen, berichtete er. Nach Angaben von Sigrid Jürß hätten von den Anwesenden fünf Mitglieder mit Ja, drei mit Nein gestimmt, dazu habe es eine Enthaltung gegeben. Dieser interne Entscheidungsprozess sei zunächst entsprechend diskret behandelt worden, erklärte Olaf Bentke. Die „öffentliche Schmutzkampagne“ von Malte Tech, Heinz Lange, Gerd Heiligenstühler und Lothar Sperling sei daher überraschend gewesen. Ihnen vorzuwerfen, sie stünden der AfD nahe, seien rechtsgerichtete Mitglieder und hätten in konspirativen Sitzungen eine heimliche Machtübernahme der Fraktion angestrebt, seien „absurde, diffamierende Unterstellungen“ – die Unterzeichner des offenen Briefs wiesen dies „aufs Schärfste“ zurück. „Herr Tech und seine Gefährten haben offensichtlich jedes Maß für Wahrhaftigkeit und Anstand verloren“, sagten die sechs.

Eine diffuse Rolle nimmt Gerd Heiligenstühler ein. Er soll gegenüber Olaf Bentke versichert haben, über die Tech-Pressemitteilung der vergangenen Woche nicht im Bilde gewesen und ohne sein Wissen als Unterzeichner genannt worden zu sein. Auf LN-Nachfrage erklärte er gestern: „Ich führe nicht Buch über die Chronologie meiner Gespräche. Dazu kann ich nichts sagen.“ Dagegen äußerte er: „Herr Tech ist für mich vertrauenswürdig. Ich habe keinen Zweifel daran, dass das, was er gesagt hat, nicht so ist.“

Der zwölfköpfigen FWE-Fraktion gehört auch Olaf Blanck an. Er sagte: „Wir haben einen Fraktionschef. Wenn er abgewählt werden soll, braucht es dafür sieben Stimmen. Ich sehe keine Veranlassung für eine Abwahl.“ Techs Presseerklärung fand er allerdings „daneben“. Das gelte aber genauso für Auftritte von Sigrid Jürß in städtischen Gremien. Die FWE sei dermaßen zerstritten, sagte Blanck, dass er sich frage, ob es weiter eine Fraktion geben könne.

Ulrike Benthien

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