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Ostholstein Zug fährt bei Hasselburg in Schafherde — mehrere Tiere tot
Lokales Ostholstein Zug fährt bei Hasselburg in Schafherde — mehrere Tiere tot
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01:35 19.01.2016
Der Bahnübergang Hasselburg war am Sonntag 35 Minuten lang gesperrt. Quelle: Fotos: Sebastian Rosenkötter (2), Felix König*, Ln-Archiv

 Die Fahrgäste seien laut Gerhard Stelke, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Kiel, mit dem Schrecken davongekommen, mussten jedoch rund 35 Minuten in den Abteilen ausharren, ehe der Zug die Fahrt fortsetzte.

Gestern herrschte immer noch Unklarheit darüber, wem die Schafherde gehört und wie sie auf die Bahnstrecke gelangte. „Bislang liegen uns darüber keine Erkenntnisse vor“, so Stelke. Die Bundespolizei ermittle nach wie vor. Nach LN-Informationen sollen die Tiere nicht von einer direkt angrenzenden Wiese stammen, wie die Halterfamilie auf Anfrage mitteilte.

Fest steht, dass die Regionalbahn von Puttgarden in Richtung Lübeck unterwegs war. Geplant war, dass die Reisenden um 12.54 Uhr den Hauptbahnhof der Hansestadt erreichen sollten. Doch daraus wurde nichts. Direkt nach dem Zusammenstoß wurde die Strecke gesperrt. Der Zugverkehr musste komplett eingestellt werden, da die Strecke eingleisig ist und somit auch langsames Überholen nicht möglich gewesen wäre.

Etwa zeitgleich, so Gerhard Stelke, sei eine Streife der Bundespolizei aus Lübeck losgeschickt worden. „Vor Ort bot sich den Beamten kein schöner Anblick. Zwei Schafe waren durch den Aufprall sofort verendet, weitere Tiere mussten durch einen Veterinär vor Ort getötet werden“, erläuterte der Sprecher der Bundespolizeiinspektion.

Während die Strecke geräumt wurde, blieb den Reisenden nichts weiter übrig als zu warten. Ein Schienenersatzverkehr wurde nicht eingerichtet. „Das war so kurzfristig nicht möglich für die Bahn“, so Stelke. Eine Bahnsprecherin sagte den LN zudem, dass dies aufgrund der Kürze des Stillstands auch nicht notwendig gewesen sei. Hinzu komme, dass die Regionalbahn glücklicherweise nur minimal beschädigt worden sei und ihre Fahrt letztendlich fortsetzen konnte. Dennoch nahm die Schadenaufnahme Zeit in Anspruch.

Da sich der Unfall unweit des Bahnüberganges ereignete, wurde der Verkehr auf der Milchstraße zwischen Neustadt und Schönwalde stark beeinträchtigt. „Der Bereich war von 12.55 bis 13.30 Uhr gesperrt.

Die Schranken waren unten, da sich der Zug noch im Signalfeldbereich befand“, erläuterte Gerhard Stelke.

Neben der Frage nach dem Eigentümer der Tiere gilt es herauszufinden, warum die Schafe auf die Strecke gelangten. Möglich ist, dass sie durch eine Lücke in einem Zaun entkamen. „Schafe sind Herdentiere. Wenn eines geht, dann folgen die anderen“, erläutert Tierarzt Karl-Peter Horst vom Naturschutzbund Schleswig-Holstein. Möglich sei, dass sie von bestimmte Pflanzen an den Gleisen angezogen worden seien.

Sebastian Rosenkötter

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