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Ostholstein „Zukunft säen“ für eine Landwirtschaft ohne Gentechnik
Lokales Ostholstein „Zukunft säen“ für eine Landwirtschaft ohne Gentechnik
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20:18 20.09.2013
„Larsson“ heißt das fleißige Arbeitspferd, auf dem die Kinder am morgigen Sonntag auch reiten dürfen, wenn Hofbesitzer Volker Kwade und der Verein „Provieh“ auf den Demeter-Hof in der Gemeinde Bosau einladen.
Hutzfeld

Mit eigenen Händen gentechnisch unverändertes Saatgut auf den Acker bringen: Dazu laden der Demeter-Hof Hörsten in Bosau (Wöbser Straße zwischen Hutzfeld und Dorf Berlin) und der Verein „Provieh“ am morgigen Sonntag ab 10 Uhr ein. Hofbesitzer Volker Kwade möchte mit der Aktion „Zukunft säen“ ein Zeichen setzen, dass gentechnisch veränderte Pflanzen nicht ins Futter seiner Tiere gehören. Nach der gemeinsamen Aussaat sind die Besucher zum Gespräch bei Kaffee und Kuchen eingeladen. Zur Stärkung werden auch Spezialitäten aus hofeigener Produktion angeboten.

„Die Gäste des Hoffestes können erfahren, wie Landwirtschaft auch ohne Gentechnik aussehen kann“, heißt es in der Einladung. Bestaunt werden können seltene und vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen wie Limpurger Rinder, Schwarzwälder Pferde, Thüringer Waldziegen und Gold-Brakel-Hühner. Kinder dürfen auf dem Arbeitspferd „Larsson“ reiten.

„Eine Landwirtschaft unter ökologischen und tiergerechten Bedingungen ist möglich“, ist sich Hofinhaber Kwade sicher. Deswegen hat der überzeugte Biobauer für seinen Betrieb eine gemeinschaftsgetragene Landwirtschaft („Community Supported Agriculture“, CSA) gegründet. Das Prinzip dieses Modells ist einfach: Ein Landwirt beliefert einen festen Kundenstamm mit Gemüse, Obst und Fleisch, alles in bester Bio-Qualität. Sein Vorteil: Durch die garantierte Abnahme der Hofprodukte hat er Planungssicherheit. Der Vorteil für die Verbraucher: Sie wissen, wer ihre Nahrungsmittel wie und wo erzeugt und haben ein Mitspracherecht. Mensch, Natur und Wirtschaft können dabei harmonisch miteinander interagieren. „Auf diese Weise machen wir uns unabhängig von der Agrarindustrie und dem wachsenden Preisdruck. Hierbei entsteht eine respektvolle Partnerschaft zwischen einem landwirtschaftlichen Betrieb und privaten Haushalten“, sagt Kwade.

Das gemeinschaftsgetragene Konzept hat weltweit bereits zahlreiche Anhänger gefunden — nun auch auf Hof Hörsten. Neben Informationen zum CSA-Modell stellen die Vereine „Provieh“ und „Agrar Koordination“ das Netzwerk „Meine Landwirtschaft” vor, das sich unter anderem für faire und bäuerliche Landwirtschaft mit artgemäßer Tierhaltung einsetzt.

• Weitere Informationen über den Hof Hörsten und die Veranstaltung gibt es im Internet auf der Homepage www.hofhoersten-diearche.de.

LN

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